Schlanke Schleckermäuler: Wespen

Schlanke Schleckermäuler: Wespen
Hm! Wespen lieben Süßes wie Marmelade. Aber sie fressen auch andere Insekten. (Foto: dpa)

Wir erklären dir in unserer neuen Serie, wie du Honigbiene, Wespe und Hornisse, Wildbiene und Hummel erkennst. Heute: die Wespe.

Wespen können ganz schön aufdringlich sein. Im Sommer setzen sie sich ungefragt auf den Pflaumenkuchen auf dem Gartentisch oder fliegen ins Limonadenglas. Ihr Monat ist der August. Während der Wespenstaat in der Zeit davor eher langsam wächst, gibt es im August besonders viele Wespen. Woran du diese Insekten erkennst und wie sie leben, das erfährst du in unserer heutigen Folge von „Gestreift durch die Luft“.

Aussehen

Die Wespe ist schlanker als die Biene, ihr Körper ist deutlich zweigeteilt – daher kommt der Begriff „Wespentaille“. Außerdem ist sie deutlich gelb-schwarz geringelt. Im Gegensatz zu den Bienen ist ihr etwa 1,4 Zentimeter langer Körper nicht behaart. Sie mag es zwar auch süß und nascht gerne an süßen Getränken, sie frisst aber auch andere Insekten und nagt sogar an Fleisch, weil das viel Eiweiß enthält. Das brauchen die Wespen zur Aufzucht ihres Nachwuchses.

Der Wespenstaat

Ein Wespennest (Foto: dpa)

Wespen im Anflug auf ihr Nest (Foto: dpa)

Wespen leben wie Honigbienen in „Staaten“, also mit vielen anderen gemeinsam in einem Nest mit einer Königin. Allerdings überwintert bei ihnen im Gegensatz zur Honigbiene nur die junge Königin. Die anderen Tiere sterben, wenn es draußen kalt wird. Die Königin versteckt sich irgendwo unter Holz und verfällt in Kältestarre bis zum nächsten Frühjahr. Dann gründet sie einen neuen Staat, indem sie Waben baut und ihre Eier hineinlegt. Ihr Nest bauen Wespen aus Holz. Das knabbern sie ab, vermischen es mit Speichel zu einem Brei und bauen es so. Das Nest sieht dann aus wie aus braunem Papier.

Wann Wespen stechen

Wespen stechen, wenn sie sich bedroht fühlen. Wie bei Biene und Hummel auch können nur die Weibchen stechen. Ein Wespenstich tut nicht mehr weh als ein Bienenstich. Im Gegenteil – da der Stachel nicht in der Haut stecken bleibt wie bei einem Bienenstich, ist es sogar etwas unkomplizierter. Dafür kann eine Wespe jedoch mehrmals piksen. Wenn im Spätsommer oder Herbst Äpfel und anderes überreifes Obst am Boden liegen, kannst du sicher sein, dass sich dort viele Wespen tummeln, die daran naschen. Deshalb solltest du vorsichtig sein, wenn du über eine Obstwiese läufst. Wenn die Tiere an den Tisch kommen, solltest du nicht versuchen, sie zu verscheuchen. Halte lieber still und bewege dich ganz natürlich.

Die Hornisse

Hornissen sind die größten Wespen. (Foto: dpa)

Die Hornisse ist mit rund 2,5 Zentimetern Länge die größte Wespenart bei uns. Wegen ihrer Größe haben viele Menschen Angst vor ihr. Dabei ist sie eigentlich sehr scheu und recht friedlich. Wenn sie sticht, tut das zwar erst etwas mehr weh, weil der Stachel größer ist, er ist jedoch weniger giftig als der der Wespe. Außerdem interessieren sich Hornissen im Gegensatz zu den anderen Wespen überhaupt nicht für Süßes und kommen deshalb auch nicht an den Tisch. Sie fressen sogar Wespen. Hornissen sind geschützt und dürfen nicht getötet werden.

Von Jasmin Krsteski

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