Wieder zurück

Wieder zurück
Mila. Foto: Privat

In den letzten Wochen haben dir unsere Kinderreporter immer wieder Tipps gegen die Langeweile in Coronazeiten gegeben. Und dir anschließend von ihren Erfahrungen aus dem Homeschooling berichtet. Einige von ihnen dürfen jetzt ab und zu wieder zur Schule gehen. Milla, Mila, Mine und  Ruby erzählen dir, wie sie diese Tage erlebt haben.

Milla. Foto: Privat

Milla hätte gerne ihre Freunde umarmt

Ich war in der letzten Woche zum ersten Mal wieder in der Schule. Es war alles sehr seltsam. Wir durften nicht durch den Haupteingang gehen, sondern  um das Gebäude herum durch einen Seiteneingang. Außerdem mussten wir Abstand halten und immer unsere Masken tragen – außer beim Unterricht im Klassenraum, da durften wir sie abnehmen. Als wir reingekommen sind, sollten wir unsere Sachen an den Platz stellen und dann die Hände waschen – und erst als wir uns gesetzt hatten, durften wir die Masken endlich abnehmen. Hände waschen mussten wir auch nach den Pausen.

Die Klassen wurden in jeweils drei Gruppen eingeteilt, und diese Gruppen hatten parallel dreimal 60 Minuten Unterricht in Deutsch, Musik und Latein. Wir hatten getrennt zu den anderen Klassen unsere Pause.

Ich fand das war alles sehr gut durchgedacht. Wir haben einen großen Sportplatz, der in vier große Viertel geteilt wurde. In dem einem Viertel war eine Gruppe der geteilten Klasse, im zweiten Viertel war die zweite Gruppe und so weiter.

Ich fand es schön, meine Freunde wieder zu sehen und in die Schule zu gehen. Denn so langsam habe ich das Homeschooling echt satt! Ich fand es aber sehr blöd, dass wir Abstand halten mussten, denn ich hätte meine Freunde gerne umarmt, da wir uns so lange nicht gesehen hatten. Jetzt freue ich mich schon auf die nächsten Stunden in der Schule. Ich war bisher einmal in der Schule und werde vor den Sommerferien nur noch zweimal hingehen. Das Homeschooling geht deshalb natürlich weiter, denn an drei Tagen kann man ja nicht alles schaffen.

Mila mit Maske. Foto: Privat

Mila wird intensiver von den Lehrern betreut

Als ich an meinem ersten Schultag seit elf Wochen endlich wieder an die Schule kam, war der Schulhof wie ausgestorben. Bis zu den Ferien werde ich insgesamt nur vier Mal zur Schule gehen. Und wir haben auch immer nur bis 12.40 Uhr Unterricht, normalerweise geht es an den meisten Tagen bis 15 Uhr.

Wegen Corona ist in der Schule gerade wenig normal. Vor dem Unterricht müssen wir uns erst einmal alle die Hände waschen – und nach der großen Pause auch. Jeder Schüler sitzt an einem eigenen Tisch und die Tische stehen weit voneinander entfernt – im Klassenraum verteilt. Da ist nichts mit zwischendurch die Köpfe zusammenstecken oder etwas gemeinsam bearbeiten.

Die neue Situation in der Schule hat aber auch ihr Gutes. Da wir jetzt in der Klasse nur noch 14 Kinder sind, können sich unsere Lehrer viel mehr Zeit für jeden Einzelnen nehmen. Das hat mir sehr gut gefallen. In den letzten Stunden hatten wir Handarbeit und Sport. Da waren wir sogar nochmal geteilt – Mädchen und Jungs getrennt. So waren wir nur sechs Mädchen in der Gruppe – und ganz ehrlich, da hat mir der Sportunterricht viel mehr Spaß gemacht als sonst. Unser Lehrer hat mit uns ein bisschen Kick-Boxen und Yoga gemacht. Jeder mit reichlich Abstand auf seiner eigenen Matte. Das war super.

Mine lernt Trompete jetzt über Skype

Wegen dem Coronavirus sind die Schulen schon seit längerem geschlossen, und das Homeschooling gehört für mich und viele andere Kinder schon zum Alltag. Anfangs war es schwer alleine zu  lernen, doch mittlerweile geht es eigentlich. Ich vermisse Schule immer mehr. Da wir keinen Online-Unterricht bekommen und stattdessen in der Schule Arbeitsblätter abgeholt haben und diese Zuhause selbst bearbeiten, sehe ich  meine Freunde nicht mal über den Bildschirm. Viele von ihnen dürfen sich auch nicht auf Abstand verabreden, die sehe ich also gar nicht mehr. Deswegen freue ich mich sehr, wenn meine Schule wieder aufmacht. Ich werde vielleicht nur ein bis zweimal die Woche in die Schule gehen können. Aber trotzdem besser, als alleine zuhause zu lernen! Denn die Eltern können auf Dauer keinen Lehrer ersetzen. Ich spiele seit ein paar Monaten Trompete und der Unterricht findet normaler weise in der Schule statt. Aber wegen des Coronavirus konnten wir einige Wochen nicht üben. Doch jetzt kriege ich jeden Dienstag Unterricht über Skype. Ich freue mich auf jeden fall  auf die Schule und hoffe, dass wir bald auch wieder langsam in halbwegs normalen Unterricht starten können.

Foto: Privat

Ruby erklärt das ,,Einbahnstraßenverfahren“

Einmal in der Woche habe ich Schule, meistens am Donnerstag. Ansonsten lerne ich von zu Hause aus und arbeite an meinem Wochenplan. Wenn ich Schule habe, dann bin ich mit sieben andern Kindern in einem Klassenraum. Wir haben immer die Fenster  und Türen auf und sitzen mit großem Abstand auseinander. Im Großen und Ganzen ist es ganz okay, aber es wäre echt toll,  wenn alles wieder normal  wäre.

Wir haben an einem Schultag drei Stunden Unterricht in den Hauptfächern Mathe und Deutsch – und in Sachunterricht. Zwischen den Stunden machen wir auch manchmal Bewegungspause. Wir haben eine große Pause. In die dürfen wir nur geschlossen mit unserer  Unterrichtsgruppe gehen. Die anderen Gruppen haben zeitversetzt Pause. In der Pause unterhalten wir uns, schaukeln oder spielen. Dabei müssen wir immer an den Abstand zueinander denken!

Um in die Schule zu kommen,  gibt es ein sogenanntes ,,Einbahnstraßenverfahren“. Das heißt, dass es ein Tor gibt, wo wir  rein gehen und eines, wo wir raus gehen.  Auf den Korridoren, im Klo oder auf dem Schulhof herrscht Mundschutzpflicht.  Ich hoffe, dass bald wieder alles wieder normal  wird!

Von Angela Sommersberg (aso)

Foto: IVDC/China CDC via GISAID/dpa

Wissenswert – Corona

Wenn du mehr über das Coronavirus wissen möchtest oder du dir Sorgen machst, findest du hier mehr Informationen:
https://www.duda.news/wissenswert-corona/