Wie viel Biene steckt in Maja?

Das Foto zeigt eine Szene aus «Die Biene Maja - Die Honigspiele»: Maja und ihre Mannschaft beim Wettkampf. (Foto: Universum Film)
Die Biene Maja kommt bald ins Kino. (Foto: Universum Film)

Die Biene ist wieder unterwegs. Draußen noch nicht, denn für die echten Bienen ist es jetzt noch viel zu kalt. Aber im Kino fliegt sie seit heute wieder: im Film „Die Biene Maja 2 – Die Honigspiele“. Wir erzählen dir vorab etwas über das Leben der echten Bienen – und wie viel es tatsächlich mit dem von Maja zu tun hat.

So würde Biene Maja aussehen

Die Biene Maja ist eine Honigbiene – nur sieht sie eigentlich gar nicht so aus. Denn so gelb-schwarz geringelt wie Maja sind eigentlich eher Wespen. Die richtigen Honigbienen sind braun-gelb gestreift. Genau wie Maja leben sie in einem Bienenstaat mit einer Königin.

Bis zu 50 000 Tiere leben in einem Bienenstock – neben der Königin auch Arbeitsbienen und Drohnen. Maja ist, wie die meisten Bienen, eine Arbeiterin. Nachwuchs bekommen kann nur die Königin.

Das würde sie essen

Maja fliegt schon als junge Biene aus. Tatsächlich bleiben die echten Bienen aber die erste Zeit im Stock und sorgen dafür, dass dort alles sauber ist und versorgen den Nachwuchs. Erst später dürfen sie rausfliegen, um Pollen und Nektar zu sammeln. Aus dem Nektar wird später der Honig. Den sammeln die Bienen eigentlich, um im Winter ausreichend Nahrung zu haben. Beim Sammeln bestäuben Bienen auch die Pflanzen. Ohne sie gäbe es keine Früchte und kein Gemüse.

Leider gibt es immer weniger Pflanzen, von denen sich Bienen ernähren können. Außerdem werden viele Felder mit Unkrautvernichtern behandelt, die Bienen schaden können. Davon betroffen sind nicht nur die Honigbienen, sondern auch die rund 560 Wildbienenarten in Deutschland. Von ihnen gibt es immer weniger.

Willy müsste zu Hause bleiben

Majas Freund Willi fliegt gemeinsam mit ihr durch die Welt. Bei den echten Bienen ist das aber nicht so. Die männlichen Bienen sind die Drohnen. Sie sammeln keinen Nektar, sondern sind nur dazu da, um die Königin zu begatten, also für Nachwuchs zu sorgen. Danach sterben sie.

Die Drohnen dürfen den Staat nicht bewachen. Dazu sind bei den echten Bienen allein die Weibchen da – denn nur die haben einen Stachel.

Maja würde eher im Baum wohnen

Die Biene im Film lebt mit ihrem Bienenvolk wild auf einer Klatschmohnwiese. Dass ein Bienenschwarm wild lebt, kommt zwar vor, zum Beispiel in einem hohlen Baumstamm. Weil solche natürlichen Lebensräume jedoch selten geworden sind, leben heute fast alle Honigbienen bei Imkern in Holzkästen.

Auf einer Klatschmohnwiese finden die Bienen zwar Pollen, aber keinen Nektar, aus dem der Honig gemacht wird. Honigbienen mögen besonders Lindenblüten und Blüten von Obstbäumen.

Die Biene würde nur 35 Tage alt werden

Die Biene Maja gibt es seit 1912. In diesem Jahr wurde nämlich das Buch „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“ veröffentlicht. Echte Bienen leben dagegen nur sehr kurz – durchschnittlich 35 Tage. Die Königin kann dagegen drei oder vier Jahre alt werden.

Hier kannst du Bienen gucken:

Beim Kölner Bienentag in Finkens Garten könnt ihr viel über Bienen lernen und Honig probieren: 29. April, 14-18 Uhr.

Der Film „Die Biene Maja 2 – Die Honigspiele“ läuft ab heute im Kino.

Von Jasmin Krsteski

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