Wie das Telefon vor vielen Jahren ausgetüftelt wurde

So sahen die Telefone noch vor etwa 30 Jahren aus. (Foto: dpa)
So sahen die Telefone noch vor etwa 30 Jahren aus. (Foto: dpa)

Mit jemandem sprechen, der Tausende Kilometer entfernt ist – per Telefon kein Problem. Ausgetüftelt haben diesen Apparat verschiedene Erfinder.

„Das Pferd frisst keinen Gurkensalat.“ Und: „Die Sonne ist von Kupfer.“ Was ist denn das für ein Quatsch? Quatsch ist ein gutes Stichwort. Besser gesagt: quatschen. Denn die Sätze mit der Sonne und dem Pferd wurden vor vielen Jahren gesprochen, um ein besonderes, neues Gerät zu testen. Das Gerät kennt heute jeder: Es ist das Telefon.

Das erste Telefon sah überhaupt nicht aus wie das Telefon heute

So sah ein erstes Modell des Erfinders Philipp Reis aus. (Foto: dpa)

So sah ein erstes Modell des Erfinders Philipp Reis aus. (Foto: dpa)

So nannte der deutsche Lehrer Philipp Reis seine Erfindung. Er hatte lange Zeit daran herumgetüftelt. Bis er schließlich vor rund 150 Jahren sein Telefon das erste Mal testete. Es sah natürlich nicht so aus wie die Telefone heute. Es bestand aus einer Art hölzernen Ohrmuschel. Darüber spannte Philipp Reis ein Stück Tierhaut.

Außerdem gehörten zu seinem Telefon unter anderem noch eine Batterie und eine Stricknadel. Klingt ziemlich verrückt, aber man konnte damit tatsächlich Wörter auf die Reise schicken. Die Konstruktion von Philipp Reis verwandelte das Gesprochene in elektrische Signale. Das ging dann durch einen Draht und wurden am anderen Ende wieder zu gesprochenen Worten.

Zuerst funktionierte die Technik noch nicht so gut

Philipp Reis konstruierte das erste Telefon. (Foto: dpa)

Philipp Reis konstruierte das erste Telefon. (Foto: dpa)

Allerdings funktionierte das Ganze noch nicht einwandfrei. Als sein Kollege den Satz mit der Sonne aus Kupfer sprach, verstand der Erfinder wohl: „Die Sonne ist von Zucker.“

Später entwickelte Philipp Reis sein Telefon noch weiter. Großen Erfolg hatte er mit seiner Erfindung aber nicht. Andere Wissenschaftler und wichtige Leute, denen er die Erfindung zeigte, nahmen sein Telefon nicht richtig ernst.

Alexander Graham Bell gilt als Erfinder

Das war bei Alexander Graham Bell einige Jahre später anders. Er wird heute oft als Erfinder des heutigen Telefons genannt. Denn er bekam das Patent für die Erfindung. Das heißt, er wurde als Erfinder anerkannt.

Alexander Graham Bell stammte aus dem Land Schottland, später ging er in das Land USA. Für seine Erfindung nutzte er auch das schon vorhandene Wissen darüber, wie man Sprache mit Strom übermittelt. Ihm gelang es, ein Telefon zu konstruieren, mit dem man sogar über große Entfernungen sprechen konnte. Als er sein Gerät präsentierte, waren viele Leute begeistert.

Alexander Graham Bell hatte mit seinem Telefon Erfolg. (Foto: dpa)

Alexander Graham Bell hatte mit seinem Telefon Erfolg. (Foto: dpa)

Ihr denkt jetzt bestimt: Dieser Mann war sicher ein Wissenschaftler. Oder? Nein. Er war Taubstummen-Lehrer. Also Lehrer für Menschen, die nichts hören und nicht sprechen können. An seinem Apparat tüftelte er abends und nachts herum. Nachdem er unterrichtet hatte.

Bell hatte nur wenig Ahnung von Elektrizität

Von Elektrizität hatte Bell sogar nur wenig Ahnung. Aber er hatte gute Ideen. Um diese umzusetzen, holte er sich Hilfe von einem Elektriker. Diesen machte er zu seinem Assistenten.

Zudem gab Alexander Bell nie auf – obwohl er immer wieder Rückschläge erlebte. Ein Beispiel: Als er seine Erfindung bei einer großen Firma vorstellte, schienen die Ingenieure dort erst interessiert. Dann hieß es: Wir haben einen anderen Apparat präsentiert bekommen. Der ist besser. Deinen wollen wir doch nicht.Deshalb gründete Bell seine eigene Firma. Und diese wurde sehr erfolgreich.

Der erste Satz, den er durch sein Telefon sprach, soll an seinen Assistenten Watson gerichtet gewesen sein. Er lautete wohl: „Mister Watson, kommen Sie her“

Von dpa

Die Geschichte des Telefons

Klicke auf die Grafik, dann kannst du sie besser erkennen. (Grafik: dpa)

Klicke auf die Grafik, dann kannst du sie besser erkennen. (Grafik: dpa)