Was bedeutet Integration?

Was bedeutet Integration?
Kinder einer Klasse zeigen, aus welchen Ländern sie kommen. (Foto: dpa)

Stell dir vor, du ziehst mit deinen Eltern in ein fremdes Land. Du sprichst die Sprache nicht, kennst niemanden und alles erscheint dir fremd.

Dann gehst du dort zur Schule. Du lernst die Sprache, du findest Freunde. Du begreifst immer besser, wie die Menschen in dem Land leben. ‎Du hast Hobbies und kennst dich in deiner Gegend aus. Du bist voll dabei. Man könnte auch sagen: Du bist integriert.

Bei uns in Deutschland stehen viele Menschen gerade vor einer ähnlichen Situation: Flüchtlinge, die in den vergangenen Monaten aus verschiedenen Ländern zu uns geflohen sind. Zum Beispiel, weil in ihrer Heimat Krieg herrscht.

Teil einer Gruppe

Politiker hört man jetzt häufig sagen: Wir müssen die Flüchtlinge integrieren. „Integration heißt eigentlich, Teil einer Gruppe zu werden, zum Beispiel in der Schule oder bei der Arbeit“, erklärt eine Fachfrau. „Das ist ganz wichtig, weil alle Menschen die gleichen Chancen haben sollen und niemand ausgeschlossen werden soll.“

Für die Flüchtlinge ist es besonders wichtig, erst mal Deutsch zu lernen. Denn nur so können Kinder in der Schule mitkommen und Erwachsene eine Arbeit finden. Das ist eine Voraussetzung, um Teil unserer Gesellschaft zu werden.

Voneinander lernen

Außerdem ist es für Flüchtlinge wichtig zu verstehen, wie wir miteinander leben. Also etwa, welche Regeln und Gesetze es hier gibt. Aber auch wir Deutschen können viel von den Flüchtlingen lernen. Zum Beispiel, wie die Menschen in ihrem Land miteinander leben und arbeiten, worüber sie lachen und welche Gebräuche sie haben. Darüber etwas zu erfahren, kann sehr spannend sein.

Integration ist nicht immer einfach. Vielen Menschen ist unwohl, wenn sie etwas oder jemanden nicht kennen. Deswegen müssen sich nicht nur die Neuen bei der Integration bemühen, sondern auch die Menschen, die hier schon lange leben. Sie müssen wirklich offen sein und Vorurteile vergessen. Die Fachfrau sagt: „Das Wichtigste ist, miteinander zu reden. Oft merkt man dann, dass der andere gar nicht so anders ist.“

Von dpa