Vier Länder, ein Königreich – Großbritannien

Union Jack
Der Union Jack. Im Hintergrund ist der Uhrturm Elizabeth Tower mit dem Big Ben zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland besteht aus den Ländern England, Schottland, Wales und – wie der Name schon verrät – Nordirland. Großbritannien ist die Insel, auf der England, Schottland und Wales liegen.

Königin Elizabeth II. von Großbritannien. Foto: Tolga Akmen/PA Wire/dpa

Das Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs ist Königin Elizabeth II, die die meisten nur „Die Queen“ nennen, also „Die Königin“. Die Macht der Queen wird jedoch durch die Verfassung eingeschränkt. Weil man die auch Konstitution nennt, heißt diese Regierungsform konstitutionelle Monarchie. Dabei trifft die Regierung wichtige politische Entscheidungen, während die Queen das Land nach außen hin repräsentiert.

Der Westminsterpalast mit der berühmten Glocke „Big Ben“. Foto: Kirsty O’connor/PA Wire/dpa

England

In England liegt die Stadt London. Sie ist gleichzeitig die Hauptstadt Englands und des gesamten Vereinigten Königreichs. Hier steht auch der Buckingham Palast, in dem die Queen mit ihrer Familie lebt. Wenn du wissen möchtest, ob sie gerade zu Hause ist, musst du einfach nur auf den Fahnenmast des Palastes achten. Siehst du daran eine andere Flagge als den Union Jack wehen, ist die Königin daheim.

Porträt von William Shakespeare. Foto: Christoph Driessen

Aus England stammte auch William Shakespeare. Er lebte von 1564 bis 1616 und schrieb Theaterstücke, zum Beispiel die berühmte Liebesgeschichte von „Romeo und Julia“. Sicher hast du auch schon mal von den Beatles gehört oder magst die Musik von Ed Sheeran: Diese Musiker kommen ebenfalls von dort.

Blick auf Edinburgh. Foto: Verena Wolff

Schottland

Schottland liegt im Norden Großbritanniens und ist bekannt für seine Landschaft. Es hat eine eigene Hauptstadt, die Edinburgh heißt, und früher der Sitz der schottischen Könige war.

 

 

Urquhart Castle am Loch Ness

Urquhart Castle ist eines der ältesten Schlösser Schottlands und liegt am Loch Ness. Foto: Christian Röwekamp/dpa-tmn

In Schottland soll es das Ungeheuer Nessie geben: Es wird als eine Art Saurier mit Schlangenkopf dargestellt und lebt der Legende nach im Loch Ness, einem See. Wenn du dir Straßenschilder anschaust, wirst du feststellen, dass darauf meistens alles in zwei Sprachen steht. Neben Englisch sprechen nämlich viele Leute schottisches Gälisch.

Der Küstenwanderweg von Pembrokeshire in Wales. Foto: Crown Copyright (2014)/Visit Wales

Wales

Einer anderen Sprache begegnet man in Wales, wo einige Menschen Walisisch sprechen. In Wales gibt es übrigens den längsten Ortsnamen Europas: „Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch“. Versuch’ mal das auszusprechen! Gut, dass die Hauptstadt einen kurzen Namen trägt: „Caerdydd“, auf Englisch Cardiff.

Titanic

Ein historisches Schwarz-Weifl-Foto aus dem Jahr 1912 zeigt die Titanic. Foto: Ulster Folk & Transport Museum

Nordirland

Eine Insel, zwei Länder: Westlich von Großbritannien teilen sich Irland im Süden und Nordirland im Norden eine Insel. Bevor es zu dieser Aufteilung kam, gab es im damals noch vereinten Irland allerdings viel Streit, denn die Menschen im Süden wollten unabhängig sein, während die meisten Einwohner des Nordens weiterhin Teil des Vereinigten Königreichs bleiben wollten. Schließlich spalteten sich die Länder im Jahr 1921 voneinander ab. Belfast wurde zu Nordirlands Hauptstadt ernannt. Dort war zuvor die berühmte Titanic gebaut worden. Das war das größte Schiff der Welt, als es 1912 in Betrieb genommen wurde. Es sank jedoch bereits auf seiner ersten Reise, weil es mit einem Eisberg zusammenstieß.

Die Briten wollen aus der EU raus

Gerade ist Großbritannien vor allem für eines bekannt: den Brexit. Das Wort steht für den Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union. Darüber hatte das Volk vor fast drei Jahren abgestimmt. Eigentlich wollte das Land auch schon längst ausgetreten sein. Weil die Verhandlungen mit den anderen Ländern der EU aber sehr kompliziert sind – und die britischen Politiker sich überhaupt nicht einigen können, ist das bislang noch nicht passiert. Deswegen nehmen die Briten noch mal an der Europawahl teil. Die Situation rund um den Brexit ist chaotischer denn je. (aso)

Von Natalie Solbach

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