Viele hielten ihn für verrückt: Der Maler Vincent van Gogh

In dem Haus mit den grünen Fensterläden wohnte Vincent van Gogh in Südfrankreich. (Foto: dpa)
In dem Haus mit den grünen Fensterläden wohnte Vincent van Gogh in Südfrankreich. (Foto: dpa)

Heute sind seine Bilder weltberühmt. Doch als Vincent van Gogh noch lebte, wollte sie kaum jemand haben. Viele hielten den Maler sogar für verrückt. Dabei zeichnete er die Welt einfach so, wie er sie sah.

Ein Zimmer mit Holzboden und blass-blauen Wänden. Darin ein gelbes Bett mit roter Decke, ein Tisch und zwei Stühle. Auf diesem Bild ist einfach nur ein Schlafzimmer zu sehen. Dennoch ist das Gemälde weltberühmt! Es ist das Werk eines bedeutenden Malers, der sein Schlafzimmer gemalt hat. Er hieß Vincent van Gogh (gesprochen: van Goch) und kam aus unserem Nachbarland Niederlande.

Erst im Alter von 27 Jahren entschied Vincent van Gogh, sich als Maler zu versuchen. (Foto: dpa)

Erst im Alter von 27 Jahren entschied Vincent van Gogh, sich als Maler zu versuchen. (Foto: dpa)

Nach dem Tod berühmt geworden

Wirklich berühmt wurden Vincent van Goghs Bilder erst nach seinem Tod vor 125 Jahren. Als er noch lebte, hatte der Maler wenig Erfolg mit seiner Kunst. „Seine Art zu malen hat damals nicht den Geschmack der Leute getroffen“, erklärt Stefan Koldehoff, der schon viele Bücher über den Maler geschrieben hat.

Er erklärt, dass Van Gogh nur ganz wenige Bilder verkauft hat, als er noch lebte. Geld zum Leben bekam er von seinem Bruder Theo.  Der jüngere Bruder war ein enger Vertrauter für den Malerr. „Theos Meinung bedeutete Vincent viel“ sagt der Experte.

„Van Gogh malte die Welt so, wie er sie sah“, erklärt der Experte weiter.  Das bedeutet: Van Gogh hat nie etwas bewusst anders gemalt, als es auf ihn wirkte. Sein Blick auf die Dinge war aber wohl ein besonderer. Vincent van Goghs Bilder waren längst nicht alle so schlicht und sachlich wie sein Schlafzimmer. Ganz im Gegenteil!

Ein Bild heißt „Die Sternennacht“

Bei einigen seiner Werke denkt man: Das sieht aber fantasievoll aus. Das ist zum Beispiel bei dem Werk „Die Sternennacht“ so. Darauf sind gelbe Lichtkränze um Sterne zu sehen. Sie sehen aus wie kleine Sturmwirbel.

Auch der Mond ist so umrahmt. Überhaupt wirkt der Himmel durcheinandergewirbelt – als ob ein starker Wind durch die Nacht fegt. „Ich glaube, seine Bilder sind in seinem Bauch entstanden – nicht in seinem Kopf“, sagt der Experte. Vincent van Gogh habe also nach seinen Gefühlen gemalt, nicht mit dem Verstand.

Viele Selbstporträts gemalt

Der Maler hat von sich auch viele Selbstporäts gemalt. Für viele gab es einen bestimmten Grund: „Die meisten sind in Paris entstanden, weil er da kein Geld für Modelle hatte“, erklärt ein Experte. In der Hauptstadt Frankreichs lebte Vincent van Gogh eine Zeit lang.

Auf einem der bekanntesten Selbst-Porträts trägt der Maler einen Verband um sein Ohr. Viele Fachleute sagen, er hätte sich selbst am Ohr verletzt. Über den genauen Grund dafür sind sich die Experten bis heute nicht einig.

Manchmal verhielt er sich seltsam

Auf viele Menschen wirkte der Maler ziemlich verrückt, weil er sich manchmal seltsam verhielt. Er stellte sich etwa brennende Kerzen auf seinen Hut. Zwar hatte van Gogh wirklich eine Krankheit. „Aber er war nicht verrückt!“, sagt der Fachmann.

Irgendwann ging es van Gogh immer schlechter. Trotzdem malte er noch kurz vor seinem Tod viele Bilder. Selbst in einer Art Krankenhaus, in dem er einige Zeit war. Doch van Gogh erholte sich nicht mehr: Er starb in dem Land Frankreich – im Alter von nur 37 Jahren. Heute kosten seine Bilder Millionen Euro.

Von dpa

Kindergrafik:Steckbrief - Vincent van Gogh (05.02.2015)

Klicke auf den Streckbrief, dann kannst du die Infos über Vincenct van Gogh besser erkennen. (Grafik: dpa)