Stuart macht Fußballer in der Bundesliga wieder fit

Stuart macht Fußballer in der Bundesliga wieder fit
Das ist Stuart. Er ist Physiotherapeut beim FC Schalke 04. (Foto: dpa)

Fußballer aus der Bundesliga stehen fast jeden Tag auf dem Platz. Manchmal verletzen sie sich beim Training oder im Spiel. Dann lassen sie sich von Fachleuten helfen – zum Beispiel von Physiotherapeuten wie Stuart vom FC Schalke 04.

Das hast du bestimmt schon einmal gesehen: In einem Bundesliga-Spiel liegt plötzlich ein Fußballer am Boden. Er hat sich verletzt. Schnell laufen Leute von der Ersatzbank auf das Feld, um dem Spieler zu helfen. Das sind zum Beispiel der Mannschaftsarzt und ein Physiotherapeut (gesprochen: Füsioterapeut).

Das sind Fachleute, die zum Beispiel Sportler wieder fit machen, wenn sie Schmerzen haben oder verletzt sind. Genau so ein Physiotherapeut ist Stuart Rickards.

Seit sieben Jahren beim FC Schalke 04

Der Mann arbeitet seit sieben Jahren beim Bundesliga-Verein FC Schalke 04. Erst hat er Kinder und Jugendliche behandelt. Mittlerweile kümmert er sich um die Profis.

Seine Arbeit beginnt zweieinhalb Stunden vor dem Training. Da kommen Spieler zu Stuart, die nicht ganz fit sind. Stuart massiert zum Beispiel die Beine und lockert die Gelenke. Das soll sie beweglicher machen. Vorsichtshalber wickelt er manchmal einen Verband um den Knöchel. Das schützt vor Verletzungen.

Beim Training stehen Stuart und seine Kollegen am Spielfeldrand. Sie beobachten die Übungen der Spieler genau. Wenn sich jemand verletzt, helfen sie ihm. Auch später in der Kabine kommen Spieler auf Stuart zu. Er versucht dann alles, damit sie beim nächsten Spiel wieder fit sind. Er macht mit ihnen Dehnübungen oder massiert wieder ihre Beine.

Stuart sitzt auf der Ersatzbank

Bei Spielen sitzt Stuart im Stadion auf der Ersatzbank. „Ich versuche mich aber nicht auf das Spiel zu konzentrieren“, sagt er. „Ich gucke mir die Spieler genau an. Humpeln sie? Laufen sie nach einem Foul wieder richtig? Macht jemand ein schmerzverzerrtes Gesicht?“ Ist ein Spieler verletzt, macht sich Stuart bereit für seinen Einsatz.

Der Physiotherapeut kennt die Schalker Spieler ganz genau. Mit einigen von ihnen hat er schon seit vielen Jahren zu tun – zum Beispiel mit Max Meyer und Leroy Sané.

„Ich kenne ihre Verletztengeschichte und ihre Probleme. Ich weiß, wie sich die Gelenke anfühlen. Das hilft schon sehr“, sagt Stuart. Würde er die Knie oder Füße der Spieler denn auch mit verbundenen Augen erkennen? „Manche auf jeden Fall“, sagt er lachend.

Den Fußballern Mut machen

Ganz schlimm ist es, wenn sich ein Spieler schwer verletzt. Häufig ist das am Knie, an der Leiste oder an den Sprunggelenken. Dann müssen Stuart und sein Team den Fußballer nicht nur fit kriegen, sondern ihm auch Mut zusprechen. Denn kein Profi möchte lange ausfallen und wichtige Spiele verpassen.

Eines muss ein Physiotherapeut bei einem Profiverein aber nicht unbedingt können: selbst gut Fußball spielen. Stuart sagt: „Man sollte Ahnung davon haben, welche Bewegungen ein Fußballer macht. Aber man muss nicht wissen, was Abseits ist.“

KINA - Stuart macht Bundesliga-Fußballer wieder fit

So wirst du Physiotherapeut

Wenn du Physiotherapeut werden willst, musst du nach der Schule eine Ausbildung machen. Sie dauert normalerweise drei Jahre. Es gibt dafür spezielle Berufsschulen. Am Ende stehen mehrere Prüfungen an. Dabei muss man etwa Fragen zum menschlichen Körper und zu Krankheiten beantworten. Wenn du in der Schule die Fächer Biologie und Sport magst, hilft das.

Nach der Ausbildung arbeiten Physiotherapeuten an verschiedenen Orten: zum Beispiel in einem Krankenhaus, in einer Praxis oder in einem Altenheim. Manche von ihnen bekommen auch einen Job bei einem Fußballverein – so wie Stuart beim FC Schalke 04.

Von dpa