Schnelles Internet statt weißer Flecken

Schnelles Internet statt weißer Flecken
Solche Antennen sorgen dafür, dass wir mit Handys telefonieren und ins Internet können, wenn wir unterwegs sind. In manchen Gegenden ist das Internet aber noch ziemlich schlecht. Foto: Daniel Reinhardt/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

In manchen Gegenden ist das Internet super schlecht. Das zu verbessern ist Aufgabe bestimmter Unternehmen. Aber dabei haben sie Probleme.

Kein Netz! Wenn dieser Satz auf dem Handy-Display
auftaucht, nervt das schnell. Denn ohne WLAN-Zugang kann man erst mal
nicht mehr telefonieren oder im Internet surfen. 

Solche Funklöcher, in denen wirklich gar nichts mehr geht, sind aber 
inzwischen selten geworden in Deutschland. Wenn doch, sind sie in
 Gegenden, in denen selten Menschen unterwegs sind, erklärt der 
Experte Fiete Wulff: „Das sind häufig Waldgebiete oder bergige
 Gebiete.“

Solche Masten sorgen dafür, dass wir mit Handys telefonieren und ins Internet können, wenn wir unterwegs sind. Foto: Andreas Arnold/dpa

Keine TikTok-Videos

Herr Wulff arbeitet für die Behörde, die in Deutschland
 unter anderem den Ausbau des Netzes für Handys überwacht und 
bestimmte Regeln für die Mobilfunk-Anbieter aufstellt. Diese
 Unternehmen kümmern sich um Handy-Empfang und Internet in
Deutschland.

 Häufiger als richtige Funklöcher sind aber die weißen Flecken. So
 nennen Fachleute Gebiete, in denen es zwar Mobilfunk gibt, aber keine 
ausreichende Internetverbindung. „Man kann Papa und Mama anrufen,
 aber auf TikTok keine Videos mehr gucken“, erklärt Fiete Wulff.

In manchen Gegenden ist das Internet noch ziemlich schlecht. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Es wird knapp

Dass diese weißen Flecken weniger werden, ist die Aufgabe der
 Mobilfunk-Anbieter. Die Behörde von Herrn Wulff hatte im Jahr 2019
 mit ihnen abgemacht: Bis Ende 2022 soll es 500 weiße Flecken weniger 
geben. Ob das geklappt hat, wird sich zeigen, wenn die Frist Ende des 
Jahres abgelaufen ist. Allerdings konnten Reporter einen Bericht
 schon vorab sehen. Darin geht die Behörde davon aus, dass es wohl
 nicht pünktlich klappt mit 500 weniger weißen Flecken in Deutschland.

Neue Masten aufstellen

Denn um das Netz besser zu machen, müssen zum Beispiel neue 
Funkmasten aufgestellt werden oder neue Antennen an alten Masten 
angebracht werden, erklärt Fiete Wulff. Das geht aber nicht so
 einfach. „Man braucht Dächer oder Grundstücke, auf denen man den
 aufstellen kann“, sagt der Experte. Dann muss erst alles geplant und 
der Bau genehmigt werden. (dpa)