Schnee von gestern
Warum es bei uns fast nie weiße Weihnachten gibt.
Auf Weihnachtskarten, in Filmen und Liedern ist alles weiß: Schneeflocken tanzen und Kinder bauen Schneemänner. So stellen wir uns Weihnachten vor – aber meistens sieht es ganz anders aus. Denn draußen ist es an Weihnachten oft grau, nass und matschig. Warum ist das so?
Manche meinen, dass es früher an Weihnachten immer geschneit hat. Doch das stimmt gar nicht! Wetterforschende haben herausgefunden, dass eine richtig „weiße Weihnacht“ – also Schnee, der an allen Feiertagen liegen bleibt – in Deutschland schon immer selten war. Im Flachland passiert das im Schnitt nur alle zehn Jahre, in den Bergen etwas öfter.
Mildere Winter
Damit Schnee liegen bleibt, muss vieles zusammenpassen: Es muss vorher kalt gewesen sein, damit der Boden gefroren ist, und dann muss es genau um Weihnachten herum schneien. Doch in den vergangenen Jahren sind die Winter milder geworden. Durch den Klimawandel gibt es weniger Frost und der Schnee schmilzt schneller wieder.
Trotzdem träumen viele Menschen von weißen Weihnachten. Das liegt an Liedern, Märchen und Filmen, die uns das Fest im Schnee zeigen. Dieses Bild steckt tief in unseren Köpfen. Forschende sagen: Wir sehnen uns besonders nach Dingen, die selten sind. Vielleicht hoffen wir deshalb jedes Jahr aufs Neue auf ein Weihnachtswunder und Schneeflocken zu Heiligabend.
Aber Weihnachten wird auch ohne weiße Flocken schön: mit Kerzen, Lichtern, Plätzchen und Menschen, die wir gernhaben. Dann eben Gummistiefel an und ab in die Pfützen springen. Und falls es doch mal leise rieselt – dann freuen wir uns umso mehr!
Von Aline Klumpp




