„Rumpelstilzchen“ kurz und knapp

„Rumpelstilzchen
„Rumpelstilzchen" ist ein Märchen von den Gebrüdern Grimm. (Foto: „Rumpelstiltskin-Crane1886“ von Walter Crane - Rumpelstiltskin from Household Stories at Project Gutenberg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumpelstiltskin-Crane1886.jpg#/media/File:Rumpelstiltskin-Crane1886.jpg)

„Der führt sich auf wie Rumpelstilzchen“ – diesen Ausdruck kennst du vielleicht. Er beschreibt Menschen, die wütend sind und denen man das auch ansieht. Kennst du das Märchen von „Rumpelstilzchen“? Es ist von den Gebrüdern Grimm. Wir erzählen es nach.

Rumpelstilzchen

Ein Müller möchte seine Tochter an den König verheiraten. Dafür erzählt er dem König, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen könne. Das kann der König nicht so recht glauben. Er möchte es mit seinen eigenen Augen sehen. Er sperrt die Müllerstochter in eine Kammer voll Stroh ein. Sie soll daraus Gold machen.

Das Mädchen ist verzweifelt. Wie soll sie es bloß schaffen, Stroh zu Gold zu spinnen? In ihrer Verzweiflung fängt sie an zu weinen. Doch plötzlich taucht ein kleines Männchen auf und bietet ihr seine Hilfe an.

Er stellt aber eine Bedingung. Im Gegenzug möchte er ihre Kette haben. Die Müllerstochter willigt ein und tatsächlich verwandelt sich das Stroh in Gold. In der darauf folgenden Nacht wiederholt sich das Spektakel. Dieses Mal fordert das kleine Männchen aber den Ring als Gegenleistung ein. Währenddessen ist der König begeistert von der Gabe der Müllerstochter.

Am dritten Abend sagt er zu ihr, dass er sie zur Frau nehme, wenn sie es auch ein drittes Mal schaffe, das Stroh zu Gold zu spinnen. Daraufhin wird sie in einer noch größere Kammer mit noch mehr Stroh und wieder kommt das geheimnisvolle Männchen um ihr zu helfen. Allerdings verlangt er dieses Mal eine viel größere Belohnung. Er verlangt das erstgeborene Kind der Müllerstochter. Diese willigt ein und wird somit die Frau des Königs.

Und dann ist es soweit. Das erste Kind der Müllerstocher und des Königs wird geboren. Das Männchen lässt nicht lange auf sich warten und kommt vorbei, um sich das versprochene Baby abzuholen. Doch als die Mutter anfängt zu weinen und sich von ihrem Baby nur schwer verabschieden kann, wird das Männchen weich. Es stellt ihr eine Aufgabe. Wenn sie es schaffe, in drei Tagen seinen Namen heraus zu finden, darf sie ihr Kind behalten. Schafft sie es nicht, muss sie es wie vereinbart dem Männchen übergeben.

Daraufhin trägt die Königin am ersten und zweiten Tag alle bekannten Namen vor. Am dritten Tag passiert ein entscheidender Zufall. Ein Bote erzählt der Königin, dass er im Wald ein Männchen gesehen hat, welches ums Feuer tanzte und Folgendes sang: „Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.“

Daraufhin trägt die Königin dem Männchen am dritten Tage diesen Namen vor. Und sie hat Recht! Rumpelstilzchen so wütend, dass es sich selbst zerreißt.

Zusammengefasst von Shara Fatheyan