Schau mal einer an

Schau mal einer an
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Damit du das hier lesen kannst, sendet dein Auge 25 Bilder pro Sekunde an dein Gehirn. Wie ein Fotoapparat, der ganz oft hintereinander auslöst. Sehen zu können ist für die meisten von uns ganz selbstverständlich. Dabei funktionieren unsere Augen ganz schön kompliziert.

Sie sitzen geschützt in den Höhlen unseres Schädels. Die Augäpfel sind nämlich sehr empfindlich. Sie sind rund und bestehen innen aus einer gelartigen, durchsichtigen Substanz, dem Glaskörper. Die Tränenflüssigkeit reinigt die Augenoberfläche. Wir blinzeln rund 20 000 Mal pro Tag. Dabei wird die Tränenflüssigkeit auf dem Auge verteilt.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Wenn ein Lichtstrahl in unser Auge dringt, durchquert er zuerst die Hornhaut, die erste Schutzschicht. Dann erreicht er die Iris. Wenn wir von der Augenfarbe sprechen, meinen wir die Farbe der Iris. Welche Augenfarbe wir haben, hängt davon ab, wie viel Melanin die Iris enthält. Melanin sind die Farbstoffe, die auch in unserer Haut und unseren Haaren enthalten sind und sie dunkler erscheinen lassen. Enthält die Iris wenig Melanin, sieht das Auge blau aus. Deshalb haben hellhäutige und blonde Menschen häufig blaue Augen. Ein etwas höherer Melaninanteil ergibt grüne Augen, viel Melanin braune. Weil Babys noch sehr wenig Melanin haben, sehen die Augen von hellhäutigen Babys immer blau aus.

Die Iris hat vorne eine Öffnung, die aussieht wie ein schwarzer Punkt. Das ist die Pupille, die sich bei zusammenzieht, wenn es sehr hell ist und weitet, wenn es dunkler ist, damit mehr Licht hineinkommt. Hinter der Pupille sitzt die Linse. Sie wirkt wie eine Lupe, die die Lichtstrahlen an die Netzhaut weiterleitet, die ganz hinten an der Rückwand des Auges sitzt. Sie enthält ganz viele lichtempfindliche Zellen. Sie wandeln das Bild in Nervensignale um und leiten ihn über den Sehnerv ans Gehirn weiter wie ein Computer. Die Zellen heißen „Zapfen“ und „Stäbchen“. Die Zapfen können Farben wahrnehmen, wenn es hell genug ist. Und zwar bis zu acht Millionen verschiedene Farbnuancen. Dank der „Stäbchen“ können wir auch sehen, wenn das Licht nur schwach ist. Sie unterscheiden nur verschiedene Grautöne.

Bevor die Lichtstrahlen bei der Netzhaut ankommen, überkreuzen sie sich im Augapfel. Auf der Netzhaut erscheint das Bild deshalb umgekehrt. Erst im Gehirn wird das Bild wieder richtig herumgedreht. Zum Glück, denn sonst würde die Welt für uns Kopf stehen.

Dudas Körperserie

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