Ein Multitalent hat Geburtstag

Ein Multitalent hat Geburtstag
Johann Wolfgang von Goethe (Bild: Fotolia)

Wenn du deine Eltern oder Großeltern fragst, wer der berühmteste deutsche Dichter ist, dann werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit und wie aus der Pistole geschossen, „Goethe“ antworten. Johann Wolfgang von Goethe zählt sogar, und das ist nicht übertrieben, zu den berühmtesten Schrifstellern der Welt. In dieser Woche würde er 267 Jahre alt werden, denn er ist am 28. August 1749 geboren – in Frankfurt am Main. Am 22. März 1832 starb Goethe mit 82 Jahren in Weimar.

Der kleine Johann Wolfgang

Nur zwei Jahre ging der junge Johann Wolfgang zur Schule, danach unterrichtete ihn sein Vater und verschiedene Hauslehrer –  in fünf Sprachen (!), Naturwissenschaften, also Mathe, Physik und Chemie, Religion und Zeichnen. Außerdem lernte er verschiedene Instrumente und auch Tanzen, Fechten und Reiten standen auf seinem Stundenbplan. Kein Wunder, dass er sein ganzes Leben lang an sehr vielem interessiert war – und verschiedene Berufe hatte.

Immer unterwegs

Man kann nicht sagen, dass Goethe ein langweiliges Leben führte. Im Gegenteil. Er war sehr neugierig und, wie gesagt, an vielem interessiert. Er erforschte Farben und entdeckte sogar ein neues menschliches Körperteil: den Zwischenkieferknochen. Er hatte drei Berufe, denn neben den Schreiberei arbeitete er auch als Rechtsanwalt und Politiker (dazu später mehr). Vor allem war er viel unterwegs, um andere Länder kennenzulernen, deren Menschen und Natur. Sehr bekannt ist seine „Italienische Reise“, über die er, ist ja kalr, auch ein Buch schrieb.

Traurige Liebesgeschichten…

Eines seiner bekanntesten Bücher, das Goethe mit 24 Jahren schrieb, ist „Die Leiden des jungen Werther“, ein Roman über eine unglückliche Liebe, die tödlich endet und Goethe auf der ganzen Welt berühmt macht. Goethe erzählt in dem Buch von seiner unglücklichen Liebe zu Charlotte Buff („Lotte“), die später einen anderen Mann heiratet. Aber es gibt ein Happy End für Goethe: Er lernt die viele Jahre jüngere Arbeiterin Christiane Vulpius kennen. 1806 heiraten die beiden und bekommen mehrere Kinder, aber nur ein Sohn überlebt: August.

…und ein Pakt mit dem Teufel

In Goethes Buch „Faust I“ geht es um einen sehr gebildeten Mann, Doktor Heinrich Faust, der eine Wette mit dem Teufel, Mephisto, eingeht: Mephisto verspricht Faust zu zeigen, wie schön das Leben sein kann; dafür muss ihm Faust seine Seele verkaufen.

Goethe als Politiker

Auf Befehl des Herzogs Karl-August nahm Goethe in Weimar eine Stelle als Minister an, er wurde Teil des Geheimen Rats und damit Mitglied der Regierung.

Goethes bester Freund

Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller, es war keine Liebe auf den ersten Blick. Denn die beiden wetteiferten, also rangelten sich darum, wer der bessere und bekanntere Dichter ist. Doch aus einem Briefwechsel enstand später eine enge Freundschaft.

Von Caroline Kron & Kathy Stolzenbach