„Fack ju Göhte 2“: Goethe war ein Multitalent

Fack yu Göhte
Elyas M’Barek und Karoline Herfurth in "Fack ju Göhte 2" (Foto: Verleih)

Dieser Mann ist schon seit 183 Jahren tot. Und trotzdem kennen die meisten Menschen in Deutschland ihn noch. Und wenn man Menschen auf der ganzen Welt nach dem bekanntesten deutschen Dichter fragt, lautet die Antwort meistens: Goethe. Zum Start des Kinofilms „Fack ju Göhte 2“ stellen wir euch den berühmten Mann einmal genauer vor.

Kindheit und Jugend

Johann Wolfgang Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Seine Familie war reich und in der Stadt sehr angesehen: Der Großvater war ein wichtiger Beamter, sein Vater Jurist. Johann Wolfgang hatte fünf jüngere Geschwister. Doch außer seiner Schwester Cornelia starben die anderen schon als Kinder. Zu der Zeit passierte das häufig, weil es noch nicht so gute Medizin gab. Der Vater hatte viele Bücher und Kunstwerke. Ihm war eine gute Bildung sehr wichtig. Seine Kinder wurden von Hauslehrern unterrichtet und lernten viele verschiedene Sprachen. Auf Wunsch seines Vaters begann Johann Wolfgang in Leipzig mit 16 Jahren, Rechtswissenschaft zu studieren. Danach arbeitete er für kurze Zeit als Anwalt.

Liebe und Werke

Schon als Kind las Johann Wolfgang viel und begann als Zwölfjähriger, einen Roman zu schreiben. Als 18-Jähriger veröffentlichte er eine Sammlung von Gedichten. Goethe schrieb sie für seine erste Freundin, mit der er zwei Jahre lang zusammen war. Einige Jahre später verliebte er sich unglücklich in eine Frau, die bereits verlobt war. Diese Erfahrung verarbeitete Goethe im Roman „Die Leiden des jungen Werther“, der 1774 erschien. Das Werk war in Form von Briefen geschrieben und wurde in kurzer Zeit in Europa berühmt. Goethe hat ganz unterschiedliche Arten von Texten geschrieben: Gedichte, Erzählungen, Romane, Theaterstücke und unzählige Briefe. Zu seinen bekanntesten Werken gehört das Theaterstück „Faust“. Darin schließt ein Mann einen Pakt mit dem Teufel und verspricht ihm seine Seele.

Politik und Reisen

Ab 1775 lebte Goethe in Weimar. Dort wurde er Minister und enger Vertrauter des Herzogs. 1782 gab der Kaiser Goethe einen Adelstitel: Seitdem hieß er Johann Wolfgang von Goethe. Damals hatte er kaum Zeit zu schreiben: Goethe merkte, dass es schwer war, gleichzeitig Politiker und Künstler zu sein. Deswegen machte er eine zweijährige Reise nach Italien. Die bezeichnete der Dichter als seine „Wiedergeburt“.

Familie und Freundschaft

1788 lernte Johann Wolfgang seine spätere Frau Christiane Vulpius kennen. Ein Jahr später wurde der erste gemeinsame Sohn geboren. Vier weitere Kinder starben kurz nach der Geburt. Ebenfalls 1788 traf Goethe Friedrich Schiller. Auch er war zu der Zeit schon ein berühmter Schriftsteller. Zwischen den beiden Männern entwickelte sich mit den Jahren eine enge Freundschaft. Sie tauschten sich auch über ihre Arbeiten aus.

Kunst und Natur

Goethe schrieb nicht nur gern, sondern zeichnete auch. Mehr als 3000 Kunstwerke hat er geschaffen. Am liebsten zeichnete er Menschen, Theaterszenen und Landschaften. Goethe liebte es, die Natur zu beobachten und zu erforschen.  Bis zu seinem Tod am 22. März 1832 schrieb Goethe auch einige naturwissenschaftliche Texte. Er war also ein richtiges Multi-Talent.

Der Film

„Fack ju Göhte 2“ startet im Kino. Dieses Mal fahren die Schüler der Goethe-Gesamtschule mit ihrem Lehrer, einem ehemaligen Bankräuber, auf Klassenfahrt nach Thailand. Den ersten Teil  aus dem Jahr 2013 schauten sich mehr als sieben Millionen Menschen an. Der Titel ist absichtlich falsch geschrieben und spielt darauf an, dass viele Schüler Fehler in der Rechtschreibung machen. Elyas M’Barek spielt wieder die Hauptrolle.

Von Kathy Stolzenbach

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