Eine starke Frau und berühmte Malerin: Frida Kahlo

Das gesamte Werk von Frida Kahlo ist recht klein. Weniger als 200 Bilder soll die Künstlerin bis zu ihrem Tod gemalt haben. Auf vielen davon hat sie sich selbst dargestellt. (Foto: dpa)
Das gesamte Werk von Frida Kahlo ist recht klein. Weniger als 200 Bilder soll die Künstlerin bis zu ihrem Tod gemalt haben. Auf vielen davon hat sie sich selbst dargestellt - so wie hier. (Foto: dpa)

Frida Kahlo ist die berühmteste Malerin Lateinamerikas. Sie wurde vor mehr als 100 Jahren in dem Land Mexiko geboren. Obwohl sie ihr Leben lang Schmerzen hatte und oft im Krankenhaus war, gab sie nie auf.

Frida Kahlo malte gerne mit kräftigen Farben. Ihre Malutensilien sind heute im Museum "Casa Azul" in Mexiko-Stadt ausgestellt. (Foto: dpa)

Frida Kahlo malte gerne mit kräftigen Farben. Ihre Malutensilien sind heute im Museum „Casa Azul“ in Mexiko-Stadt ausgestellt. (Foto: dpa)

Die Staffelei aus Holz steht am Fenster. Daneben sind viele Pinsel und eine Farbpalette – und davor ein Rollstuhl. Die Staffelei ist extra etwas niedriger, damit man sie auch im Sitzen gut erreichen kann. Es ist die Staffelei von Frida Kahlo, einer berühmten Malerin. Sie wurde vor mehr als 100 Jahren in Mexiko-Stadt geboren, der Hauptstadt von Mexiko.

Auf der ganzen Welt bekannt

Nicht nur wegen ihrer Bilder ist Frida Kahlo heute auf der ganzen Welt bekannt. Sie musste ihr Leben lang Schmerzen und Krankheiten ertragen. Trotzdem gab sie nie auf. Viele Leute sehen sie deshalb als sehr starke Frau und als ein Vorbild.

Auf vielen Fotos ist Frida Kahlo in farbenfrohen Kleidern zu sehen. Heute kann man sie im Museum bewundern. (Foto: dpa)

Auf vielen Fotos ist Frida Kahlo in farbenfrohen Kleidern zu sehen. Heute kann man sie im Museum bewundern. (Foto: dpa)

Als Frida Kahlo sechs Jahre alt war, wurde sie sehr krank. Sie hatte Kinderlähmung. Fast ein Jahr lang musste das Mädchen im Bett liegen. Danach war ihr rechtes Bein dünner und etwas kürzer als das andere. Trotzdem machte Frida viel Sport und kämpfte sich zurück.

Kurz nach ihrem 18. Geburtstag wollte Frida Kahlo Medizin studieren. Doch ein schlimmer Unfall mit einem Bus, in dem sie saß, durchkreuzte ihre Pläne. Wieder verbrachte sie viel Zeit im Krankenhaus. Doch Frida gab nicht auf.

Im Krankenbett fing Frida Kahlo an zu malen

Sie soll zu ihrer Mutter gesagt haben: „Ich bin nicht gestorben und außerdem habe ich etwas, wofür es sich zu leben lohnt.“ Denn als seine Tochter im Krankenhaus lag, hatte ihr Vater eine Idee. Er wollte sie ablenken und brachte ihr eine Staffelei und Pinsel ans Krankenbett. Da fing Frida Kahlo an zu malen. Das Malen wurde für sie mehr als nur Ablenkung. Es war ihre große Leidenschaft und ein Trost.

Die letzten Jahre ihres Lebens saß die Künstlerin im Rollstuhl. Aber wann immer sie konnte, schob sie ihn vor die Staffelei und malte. Vor mehr als 60 Jahren starb Frida Kahlo, am 13. Juli 1954. Sie war wenige Tage zuvor 47 Jahre alt geworden.

Das Haus in dem Frida Kahlo lebte ist ein Museum

Das ist das „Blause Haus" in Mexiko-Stadt. Hier hat Frida Kahlo lange gelebt. (Foto: dpa)

Das ist das „Blause Haus“ in Mexiko-Stadt. Hier hat Frida Kahlo lange gelebt. (Foto: dpa)

Noch heute besuchen viele Menschen das ehemalige Zuhause von Frida Kahlo. Man erkennt es schon von Weitem: Es ist ein großes Gebäude mit hohen, blauen Mauern. Es steht an einer Straßenecke in Mexiko-Stadt, der Hauptstadt des Landes Mexiko. Dort nennen es alle nur Casa Azul. Das heißt übersetzt blaues Haus.

Viele Leute sehen Frida Kahlo als sehr starke Frau und als ein Vorbild. (Foto: dpa)

Viele Leute sehen Frida Kahlo als sehr starke Frau und als ein Vorbild. (Foto: dpa)

Frida Kahlo hat hier die meiste Zeit ihres Lebens verbracht. Erst lebte sie hier mit ihren Eltern und Geschwistern. Als sie später verheiratet war, zog sie mit ihrem Mann wieder ein. Er hieß Diego Rivera und war auch ein Künstler. Und auch gestorben ist Frida Kahlo im blauen Haus.

Heute ist das Haus ein Museum über Frida Kahlo, ihr Leben und ihre Kunst.

Von dpa

Klicke auf die Grafik, dann kannst du sie besser erkennen. (Grafik: dpa)

Klicke auf die Grafik, dann kannst du sie besser erkennen. (Grafik: dpa)