„Der Wolf und die sieben Geißlein“ kurz und knapp

Sechs der sieben Geißlein hat der Wolf gegessen. Zum Glück konnte die Geiß sie aus seinem Bauch befreien. (Foto: dpa)
Sechs der sieben Geißlein hat der Wolf gegessen. Zum Glück konnte die Geiß sie aus seinem Bauch befreien. (Foto: dpa)

Die Geschichte vom Wolf und den sieben Geißlein ist ein bekanntes Tiermärchen. Es steht  in den Märchenbüchern von den Gebrüder Grimm. Ähnliche Geschichten von anderen Schriftstellern haben die Gebrüder Grimm beim Schreiben beeinflusst. 

Der Wolf und die sieben Geißlein

Eine Ziege lebt mit ihren sieben Geißlein im Wald. Eines Tages muss die Mutter-Ziege ein paar Erledigungen machen. Doch bevor sie das Haus verlässt, erinnert sie ihre Kinder daran, niemandem die Türe zu öffnen.

Schon einige Minuten später schleicht sich der böse Wolf an das Haus heran. Er klopft an der Tür und sagt: „Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!“ Doch die Geißlein sind schlau und erkennen den bösen Wolf sofort an seiner Stimme. „Wir machen nicht auf. Du bist unsere Mutter nicht, die hat eine feine und liebliche Stimme; aber deine Stimme ist rau, du bist der Wolf!“ Die Geißlein öffnen ihm also nicht die Türe.

Jetzt muss der Wolf sich etwas Neues überlegen. Damit seine Stimme so zart wird, wie die der Ziegen-Mutter, frisst er Kreide. Er klopft erneut. „Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht.“ Dieses Mal glauben die Geißlein tatsächlich, dass es die Stimme ihrer Mutter ist. Doch sie erkennen den Wolf an seinen schwarzen Füßen. „Wir machen nicht auf, unsere Mutter hat keinen schwarzen Fuß wie du; du bist der Wolf.“

Erneut überlegt er Wolf, wie er die Geißlein austricksen kann. Er kommt auf die Idee, Mehl über seine Füße zu kippen, damit sie weis werden. Er klopft also ein drittes Mal an der Tür. „Macht mir auf, Kinder, euer liebes Mütterchen ist heimgekommen und hat jedem von euch etwas aus dem Walde mitgebracht.“ Doch die Geißlein fragen zunächst: „Zeig‘ uns erst deine Pfote, damit wir wissen, dass du unser liebes Mütterchen bist.“ Der Wolf zeigt seine weise Pfote und die Geißlein öffnen die Tür.

Der Wolf stürmt in das Haus und frisst sechs Geißlein. Nur noch eins ist lebendig. Es hat sich hinter der Standuhr versteckt. Der Wolf hat es nicht gefunden. Später legt er sich in den Garten und schläft ein.

Als die Mutter wieder zu Hause ist, schlüpft das letzte Geißlein aus seinem Versteck und erzählt seiner Mutter von dem Unglück. Die Mutter hat sofort eine Idee. Noch so lange der böse Wolf schläft, holt sie schnell ihr Nähzeug und öffnet den Bauch des Wolfes. Kaum hat sie das getan, hüpfen die sechs Geißlein glücklich in die Arme ihrer Mutter. Doch dann hat sie eine weitere Idee. Die Mutter beauftragt ihre Kinder sofort damit, große Steine zu sammeln, damit sie diese in den Bauch des Wolfes einnäht.

Als der Wolf wieder aufwacht, und zum Trinken an den Brunnen geht, fällt er durch die schwere Last in seinem Bauch hinein und ertrinkt. Die Geiß und die Geißlein feiern.

Zusammengefasst von Shara Fatheyan

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