In Berlin sind viele Menschen an Masern erkrankt

Gegen die Krankheit Masern kann man sich impfen lassen. (Foto: dpa)
Gegen die Krankheit Masern kann man sich impfen lassen. (Foto: dpa)

Masern heißt eine Krankheit, über die gerade viele Menschen sprechen. In der Stadt Berlin sind nämlich in der letzten Zeit einige Leute an den Masern erkrankt. Am Montag blieb deshalb eine Schule vorsichtshalber geschlossen. Außerdem ist ein kleines Kind gestorben. Doch was sind Masern überhaupt?

„Masern werden durch ein Virus hervorgerufen“, sagt die Ärztin ‎Brigitte Dietz. Gelangt das Virus in den Körper, kann man schnell Schnupfen, rote Augen und eine laufende Nase bekommen. Nach einigen Tagen kommt hohes Fieber und ein besonderer Hautausschlag dazu. Der Ausschlag sieht ein bisschen aus, als würde der Kranke am ganzen Körper rote Pickel haben. Daher bekamen die Masern wahrscheinlich ihren Namen: Das Wort masel bedeutet so viel wie Pickel.

Masern gelten als sehr ansteckend. Das bedeutet: Hustet oder niest ein Mensch, der die Viren in sich trägt, können sich seine Erreger in Tröpfchen über die Luft verbreiten. Diese Luft kann ein anderer einatmen und krank werden.

Masern schwächen den Körper

„Wenn man Glück hat, geht die Krankheit nach ein oder zwei Wochen einfach vorbei“, sagt die Expertin. Doch Masern werden manchmal gefährlich. Denn sie schwächen den Körper ziemlich stark. So können sich andere Krankmacher hinzuschleichen.

„Das Problem mit den Masern ist, dass man sie nicht behandeln kann, wenn man sie einmal hat“, sagt Brigitte Dietz. Deshalb empfehlen Experten, man soll sich dagegen impfen lassen.

Nach dem Impfen bildet der Körper Abwehrkräfte

Beim Impfen spritzen Ärzte einen besonderen Stoff. Es sind Viren, die Forscher verändert haben. Diese Impf-Viren sorgen dafür, dass der Körper Abwehrkräfte gegen Masern bildet. Kommen dann später einmal Masern-Viren in den Körper, ist er gegen die Krankheit gewappnet – und man bleibt gesund.

Einige Leute finden Impfen nicht gut

Wer sich impfen lässt, steckt sich normalerweise nicht mehr mit der gefährlichen Krankheit an. Trotzdem finden einige Leute das Impfen nicht gut. Sie haben etwa Angst, dass sie oder ihre Kinder vom Spritzen selbst krank werden.

Viele Ärzte sagen aber: Das stimmt nicht wirklich. „Die Masern-Impfung ist nicht gefährlich“, sagt die Ärztin ‎Brigitte Dietz. „Man kann davon zwar leichte Nebenwirkungen bekommen, vielleicht fühlt man sich kurz unwohl oder bekommt Fieber.“ Trotzdem sei das besser, als keinen Schutz gegen die Masern zu haben.

Soll eine Masern-Impfung Pflicht werden?

„Angst vor der Impfung ist also nicht nötig“, sagt Brigitte Dietz. Weil trotzdem viele Menschen aus Angst ihre Kinder nicht impfen lassen, finden manche Fachleute: Man sollte das Masern-Impfen in Deutschland zur Pflicht machen.

Viele Politiker sagen jedoch: Zuerst einmal sollten wir dafür sorgen, dass alle Menschen genug über Impfungen wissen – damit sie danach richtig entscheiden können.

Von dpa