Wann kommt der Frühling?
Murmeltiere sind in den USA und Kanada als Wetterfrösche beliebt.
Murmeltiere sind knuffige, aber scheue Tiere. Doch jedes Jahr am zweiten Februar stehen sie an vielen Orten in den USA und Kanada im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Denn an diesem Tag, der auch Groundhog Day (Englisch für Murmeltiertag) genannt wird, sollen Murmeltiere angeblich das Wetter für die kommenden Wochen vorhersagen. Wie funktioniert das?
Ein Murmeltier wird aus dem Winterschlaf geweckt und aus seinem Bau geholt. Dann richten sich alle Augen auf das Tier. Wenn es mit seinem Körper einen Schatten auf den Boden wirft, heißt das, dass der Winter noch sechs weitere Wochen dauert. Ist jedoch kein Schatten zu sehen, soll der Frühling bald beginnen.
Zehntausende Besucher
Den Murmeltiertag gibt es in den USA seit Ende des 19. Jahrhunderts. Eine der größten Groundhog-Day-Feiern findet in der Stadt Punxsutawney im Bundesstaat Pennsylvania im Osten des Landes statt. Jedes Jahr reisen Zehntausende Menschen dorthin, um das berühmte Murmeltier Phil dabei zu beobachten, wie es aus seinem Bau herauskommt.

A.J. Dereume (2.v.r), Murmeltierbetreuer, steht neben Josh Shapiro (4.v.r), Gouverneur von Pennsylvania, und hält ein Poster mit der Aufschrift “Punxsutawney Phil hat seinen Schatten nicht gesehen”, während der 138. Feier des Murmeltiertages in Gobbler’s Knob, hoch. Foto: Barry Reeger/FR171704 AP/dpa
Ihren Ursprung hat die Tradition in Europa, wo Bauern am sogenannten Lichtmesstag das Verhalten von Tieren wie Dachsen beobachteten, um das Wetter vorherzusagen. Europäische Einwanderer brachten den Brauch mit nach Nordamerika, wo das Murmeltier anstelle des Dachses in den Mittelpunkt rückte.
Wichtiges Ereignis
Natürlich können weder Dachse noch Murmeltiere das Wetter vorhersagen und bisher lagen die Tiere auch meist falsch. Aber der Tag ist trotzdem ein wichtiges Ereignis und steht für viele Menschen für die Hoffnung auf einen baldigen Frühling. Tierschützer kritisieren ihn allerdings, weil die Tiere in ihrem Winterschlaf gestört werden.
Von Assata Frauhammer





