Sternsinger besuchen die Kanzlerin

Sternsinger besuchen die Kanzlerin
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, M) hat Besuch von den Sternsingern bekommen. (Foto: dpa)

Ole ist zehn Jahre alt und hat am Dienstag etwas Tolles erlebt: Er war als Sternsinger bei Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie arbeitet im Kanzleramt in der Hauptstadt Berlin. Mehrere Gruppen von Sternsingern aus ganz Deutschland besuchten sie dort.

Sternsinger ziehen jedes Jahr von Haus zu Haus, sammeln Spenden und schreiben mit Kreide einen Segen an die Türen. Damit bitten sie Gott, das Haus und seine Bewohner zu beschützen. Ole hat uns erzählt, was er in Berlin erlebt hat und warum er dabei war.

Lieber Ole, was hast du bei Bundeskanzlerin Merkel erlebt?

Sternsinger Ole Veiser (vorne, mit Stern in der Hand) durfte Angela Merkel Hallo sagen. (Foto: dpa)

Sternsinger Ole Veiser (vorne, mit Stern in der Hand)  (Foto: dpa)

Ole Veiser: Zuerst wurde jede Gruppe der Sternsinger vorgestellt. Dann ist jede Gruppe losgegangen und hat der Kanzlerin die Hand gegeben. Zu mir hat sie „Herzlich Willkommen“ gesagt. Danach wurden Fotos gemacht und dann sind wir auf eine Tribüne gegangen und haben das Lied „Wir haben seinen Stern“ gesungen. Danach wurde ein Theaterstück über Respekt aufgeführt. Das ist dieses Jahr das Thema der Sternsinger.

Wie war der Besuch im Kanzleramt für dich?

Ole: Ich finde es sehr besonders, so etwas macht man nicht alle Tage. Das war Glück, dass wir mitkonnten. Das hat sehr viel Spaß gemacht.

Wie hat dir die Bundeskanzlerin gefallen?

Ole: Ich kenne sie von Bildern und aus dem Fernsehen. Aber in echt war es viel besser, das war realistischer. Man hat gemerkt, wie nett unsere Kanzlerin ist. Sie hat sehr freundlich gesprochen.

Ist es das erste Mal, dass du bei der Aktion der Sternsinger mitmachst?

Ole: Nein, es ist das dritte Jahr jetzt. Morgen gehen wir los und sammeln Spenden für arme Menschen auf der Welt. Wir klingeln an den Häusern und singen, wenn jemand die Tür aufmacht. Wenn keiner da ist, hinterlassen wir einen Zettel, dass wir da waren.

Warum machst du dabei mit?

Ole: Ich möchte den Leuten helfen und ich will zeigen, dass ich Respekt habe, vor allem auch vor den Armen und Schwachen. Und es macht auch Spaß.

Was bedeutet Respekt für dich?

Ole: Dass die anderen Menschen mir nicht egal sind. Und dass man sie behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte.

Wie zeigst du deinen Respekt?

Ole: Mein Vater ist Sanitäter. Vor Kurzem habe ich mitgeholfen, ein Flüchtlingsheim aufzubauen. Mein Bruder und ich haben Zelte aufgestellt und Betten. Dabei haben uns Erwachsene geholfen. Ich helfe auch jedes Jahr älteren Menschen dabei, zu einem besonderen Gottesdienst zu kommen. Sie sitzen im Rollstuhl. Wir holen sie ab und helfen ihnen in einen Bus. Ihre Rollstühle packen wir in einen Lkw. Dann fahren wir zum Gottesdienst und helfen den alten Menschen wieder in ihre Rollstühle.

Von dpa

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