Großer Boxer ist gestorben
Muhammad Ali war der bekannteste und beste Boxer, den es je gab. Und er schrie es immer wieder in die Welt hinaus. Jetzt ist er gestorben, im Alter von 74 Jahren. Sportler und Fans auf der ganzen Welt trauern um ihn.
Denn Ali war ein besonderer Sportler. Er war unfassbar schnell, stark und ein richtiges Großmaul, ja. Er gab an, so viel er nur konnte. Er sagte Sätze wie: “Ich bin der König der Welt!” oder “Es ist schwer, bescheiden zu sein, wenn man so großartig ist wie ich.” Die Angeberei hatte aber auch einen Sinn: Ali schüchterte so vor einem Kampf seine Gegner ein.
Im Boxring selbst brauchte er seine große Klappe dann nicht: Er hatte super Reflexe und überraschte seine Gegner oft. Drei Mal gewann er die Weltmeisterschaft im Schwergewicht. Viele Menschen sagen: Es gab nach ihm nie wieder einen Boxer, der so gut war.
Kampf gegen Rassismus und Krieg
Er setzte sich aber auch außerhalb des Sports für wichtige Themen ein. Er kämpfte zum Beispiel gegen Rassismus und wollte, dass alle Menschen gleich behandelt werden – egal, welche Hautfarbe sie haben. Den Krieg, den die US-Regierung in den 60er- und 70er-Jahren in Vietnam führte, hielt er für ungerecht. Eigentlich hätte er als Soldat dort kämpfen sollen. Doch Ali sagte: Nein, da mache ich nicht mit. Knapp drei Jahre lang wurde er deswegen gesperrt – das heißt: In der Zeit durfte er nicht boxen.
Am Ende seines Lebens bekam Muhammad Ali eine Krankheit, die die Motorik stört. Die Parkinson-Krankheit lässt Menschen viele Dinge vergessen und bringt ihre Körper zum Zittern. Ali war deswegen nicht mehr so fit und trat nur noch selten in der Öffentlichkeit auf.
Von Annika Leister





