Menschen in Münster halten weiterhin zusammen

Erste Blumen liegen vor einer Kerze an dem Brunnen des Kiepenkerls in der Altstadt. (Foto: dpa)
Erste Blumen liegen vor einer Kerze an dem Brunnen des Kiepenkerls in der Altstadt. (Foto: dpa)

Nach der Amokfahrt am Wochenende in Münster ermittelt die Polizei, warum der Mann das gemacht hat. Er war am Samstag mit einem kleineren Bus absichtlich in eine Gruppe von Menschen gefahren. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, darunter auch der Täter. Außerdem gab es mehrere Verletzte. Solche Taten passieren sehr selten. Polizeibeamte und Ärzte sagen, dass die Zeugen und Bewohner von Münster sehr gut mit der tragischen Situation umgegangen sind. 

Menschen warten vor dem Universitätsklinikum darauf, Blut für die Verletzten zu spenden. (Foto: dpa)

Menschen warten vor dem Universitätsklinikum darauf, Blut für die Verletzten zu spenden. (Foto: dpa)

Die Verletzten kamen ins Krankenhaus. Bei solchen großen Notfällen rufen Krankenhäuser oft dazu auf, Blut zu spenden. Dafür geht man in ein Krankenhaus und lässt sich Blut abnehmen. Mit diesem Blut können Ärzte zum Beispiel Verletzte retten, die viel Blut verloren haben.

Auch in Münster bat ein großes Krankenhaus um Blutspenden. Vor dem Eingang bildete sich eine lange Schlange. Fast 200 Menschen spendeten allein am Samstag Blut.

„Wir möchten uns nochmal ausdrücklich bedanken, dass so viele heute unserem Aufruf gefolgt sind“, schrieben Mitarbeiter des Krankenhauses später. „Unglaublich, welche Hilfsbereitschaft die Menschen in Münster gezeigt haben.“

Trauerarbeit am See

Die Polizei lobte die Menschen in Münster: Alle hätten sich vorbildlich verhalten und den Tatort schnell verlassen. Außerdem hätten Zeugen der Polizei gemeldet, was sie beobachtet haben.

Am Samstagabend versammelten sich einige Menschen an einem See in Münster. Auch sie stellten Kerzen auf, um an die Opfer und deren Freunde und Familien zu denken. Experten sagen, so etwas helfe dabei, solche Ereignisse besser zu verarbeiten.

Von dpa