Wer sind die Jesiden?

Wer sind die Jesiden?
Junge Jesiden demonstrieren in Hannover gegen die Verfolgung ihres Volkes im Irak (Bild: dpa)

Seit ungefähr zwei Monaten wird im Osten des Iraks gekämpft. Terroristische IS-Kämpfer (siehe Lexikon „IS“) nehmen immer mehr Teile des Iraks ein, das Militär schafft es nicht, sie aufzuhalten. Die Terroristen gehen gewaltsam gegen alle Menschen vor, die einen anderen Glauben haben. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Darunter auch viele Jesiden.

Wo liegt das LAnd Irak?

Der Irak liegt nördlich des Persischen Golfes. Das Land zählt zum Nahen Osten, einer vorderasiatischen Ländergruppe zwischen Europa und Afrika. Es grenzt im Norden an die Türkei, im Osten an den Iran, im Westen an Syrien und Jordanien sowie im Süden an Kuweit und Saudi Arabien.

Jesid ist, wessen Eltern auch Jesiden sind

Die Religion der Jesiden ist sehr alt, nämlich rund 4000 Jahre. Jesdien glauben an nur einen Gott, wie Juden, Christen und Muslime auch. Wenn sie zu ihrem Gott beten, tun sie das immer Richtung Sonne. Außerdem verehren sie seine sieben Engel – zum Beispiel Melek Taus. Ein heiliges Buch wie die Bibel haben sie nicht – man kann es sich auch nicht aussuchen, ob man Jesid sein will oder nicht – man wird so geboren. Das bedeutet: Vater und Mutter müssen der Religion auch angehören. Und: Man kann der Religion nicht beitreten. Außerdem dürfen Jesiden keine Menschen aus einer anderen Religion heiraten.

Wo Jesiden leben

Jesiden sind unter anderem in Syrien, in der Türkei und im Iran zuhause. Sie gehören zu dem Volk der Kurden, viele andere Kurden sind Muslime. Die meisten Jesiden sind arm und arbeiten als Bauern oder Hirten.

Viele Jesiden leben in Nordrhein-Westfalen

Ungefähr 60000 Jesiden sind nach Deutschland geflohen. Besonders viele leben in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Von Caroline Kron (mit dpa)

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