Das gibt es auf der Weltausstellung Expo

Experten zeigten schon mal am Computer, wie später der deutsche Pavillon aussehen soll. (Foto: dpa)
Experten zeigten schon mal am Computer, wie später der deutsche Pavillon aussehen soll. (Foto: dpa)

Viele Wochen und Monate waren in Mailand viele Menschen mit Bauarbeiten beschäftigt. Denn bis zur Eröffnung der Weltaustellung Expo am 1. Mai gab es in der Stadt in dem Land Italien noch viel zu tun. Die Gebäude, die gebaut wurden, stehen auf einem großen Gelände und heißen Pavillons.

Was ist das Thema?

Bei der Expo geht es um mehr als Burger, Pizza und Nudeln. (Foto: dpa)

Bei der Expo geht es um mehr als Burger, Pizza und Nudeln. (Foto: dpa)

Dieses Mal geht es bei der Expo um das Thema Ernährung und Essen. „Das ist eine Gelegenheit für alle Länder, gute Ideen zum Thema Essen und Trinken zu zeigen“, sagt Dietmar Schmitz. Der Mann ist für den Pavillon von Deutschland verantwortlich. Es sollen Ideen gezeigt werden, wie alle Menschen auf der Welt in Zukunft genug zu essen und zu trinken haben.

So haben Leute in manchen Ländern wie Deutschland zu viel zu essen und täglich wird Essen weggeworfen. Etwa weil Leute leicht verschrumpelte Äpfel nicht gern mögen. Aber nicht, weil die nicht gut schmecken, sondern weil sie halt so aussehen. Wir haben auch so viel Trinkwasser, dass es sogar für die Klospülung benutzt wird. In anderen Ländern haben die Menschen dagegen Durst.

Diese Probleme sollen auf der Ausstellung gezeigt werden. Und dazu gibt es Lösungen, wie man es besser machen könnte.

Wie sieht der deutsche Pavillon aus?

Der deutsche Pavillon ist einer der größten auf dem Gelände. Über 200 Menschen werden dort arbeiten. Die ganze Anlage soll ein bisschen wie eine typische Landschaft in Deutschland aussehen. Zum Beispiel erinnert der Eingang an große Felder, auf denen Bauern normalerweise ihr Getreide anpflanzen. Deshalb heißt das Motto „Fields of Ideas“. Das ist englisch und bedeutet „Felder der Ideen“.

Für Besucher kann ein Gang durch den Pavillon spannend sein: Durch das Haus wachsen riesige Pflanzen. Die sind zwar nicht echt, aber sie sehen so aus. Wer Hunger hat, kann sich im Pavillon auch etwas zu essen kaufen und draußen Picknick machen.

Gibt`s auch was für Kinder?

Generell sollen die Besucher viel mitmachen. Für Kinder gibt es einen besonderen Bereich: „Da kann man zum Beispiel herausfinden, was man alles machen muss, um Spaghetti mit Tomatensoße zu bekommen“, sagt Dietmar Schmitz.

Warum machen so viele Länder mit?

Dietmar Schmitz ist für den Pavillon von Deutschland verantwortlich. (Foto: dpa)

Dietmar Schmitz ist für den Pavillon von Deutschland verantwortlich. (Foto: dpa)

Die ganze Expo kostet übrigens viel Geld. Aber die Länder machen trotzdem mit, weil das auch Werbung für ein Land ist. „Wir Deutschen gelten im Ausland als pünktlich und ordentlich und fleißig. Aber manche Leute denken auch: Warum gucken die immer so düster? Wir wollen zeigen, dass wir auch lustig sind und Spaß haben“, sagt Dietmar Schmitz. So kann man sich zum Beispiel im deutschen Pavillon eine Show angucken: Die zeigt Deutschland aus der Sicht von zwei fliegenden Bienen.

Eine besonders witzige Idee!

Eine witzige Sache haben sich die Macher für die Kleidung der Mitarbeiter ausgedacht. Deren Schuhe sollen später zu Blumenbeeten werden. In die Sohlen sind Samen eingearbeitet. Pflanzt man die Schuhe ein, wachsen daraus Blumen. Die Schuhe selbst zersetzen sich und werden zu Erde.

Will jeder die Expo?

KINA - Viel Bauerei für die Expo

Noch wird auf dem Gelände der Expo ganz schön viel gebaut. (Foto: dpa)

Viele Menschen in der Stadt Mailand sind von der Weltausstellung auch gar nicht so begeistert. Sie sagen: Die große Ausstellung Expo ist viel zu teuer. Es kostet zum Beispiel eine Menge Geld, sie aufzubauen. Das Geld sollte lieber für Schulen oder Krankenhäuser benutzt werden.

Auch hat Mailand Probleme gehabt, weil einige Leute, die die Expo mitorganisiert haben, kriminell waren. Sie haben Geld oder Geschenke von Unternehmen genommen, die bei der Ausstellung dabei sein wollen. Das nennt man Korruption. Deshalb gibt es jetzt eine spezielle Aufsicht, die so etwas verhindern soll.

Für Kritik sorgt auch, dass viele der etwa 150 Gebäude nach der Expo wieder abgerissen werden sollen. Und das, obwohl es in Mailand noch keinen genauen Plan gibt, was mit dem riesigen Gelände nach der Ausstellung geschehen soll. Das finden viele Menschen schlecht. Sie sagen: Erst wird richtig viel Geld ausgegeben – und dann bleibt nichts übrig.

Von dpa

Diese Sehenswürdigkeiten wurden für eine Ausstellung gebaut

Klicke auf die Grafik, dann kannst du sie besser sehen. (Foto: dpa)

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