Arbeiten statt feiern

Arbeiten statt feiern
Ein Rettungswagen der Feuerwehr mit Blaulicht im Einsatz. Auch Weihnachten sind Retter unterwegs. (Foto: dpa)

Das leckere Weihnachtsessen steht gerade auf dem Tisch. Drrrrring – Alarm! Mist, jetzt wird es erst einmal nichts mit Kassler in Blätterteig und Sauerkraut. So ging es Daniel Schachinger vor ein paar Jahren an Heiligabend. Er ist Notarzt und arbeitet in der Stadt Berlin. Ab und zu muss er auch Weihnachten ran.

Wie an dem Tag vor einigen Jahren. Daniel Schachinger und seine Kollegen eilten zum Rettungswagen – und auf ging’s zum Einsatz. Der Notarzt erinnert sich: «Das war ganz schön dramatisch.» Ein älterer Herr hatte sich böse an einem Stück Gänsebraten verschluckt und bekam kaum noch Luft. Daniel Schachinger konnte schnell helfen.

 

Notarzt Dt. Daniel Schachinger (Foto: dpa)

Notarzt Dt. Daniel Schachinger (Foto: dpa)

Gut, dass Leute wie Daniel Schachinger auch an den Feiertagen im Dienst sind. Die Retter warten dann meistens auf der Wache auf Notrufe. Dort machen sie es sich zwischen den Einsätzen auch gemütlich. „Da ist dann auch ein bisschen Weihnachts-Stimmung“, sagt Daniel Schachinger: Die Retter schmücken alles und kochen sich etwas Leckeres.

Natürlich nur so lange, bis der Alarm schrillt. „Zum Glück überträgt sich die Besinnlichkeit meist auch auf den Heiligabend-Dienst“, erzählt der Notarzt. Das bedeutet: Oft ist es an den Feiertagen etwas ruhiger.

Aber ab und zu passiert natürlich trotzdem etwas. Jemand wird krank oder verletzt sich. Daniel Schachinger findet es toll, wenn er Leuten helfen kann. Vor allem, wenn es sich um Kinder handelt. „Ich bin glücklich, wenn ich kleine Patienten gut versorgen kann. Und sie möglichst schnell keine Schmerzen mehr haben.“

Weil er inzwischen selbst Kinder hat, arbeitet er nicht mehr so gern an Heiligabend. Da ist der Arzt lieber zu Hause und feiert mit seiner Familie – so auch in diesem Jahr. Dafür haben andere Notärzte in Deutschland Dienst, um auch am Weihnachtsabend zu helfen.

 

KINA - Drei Zahlen für den NotfallDie drei Zahlen für den Notall

Wenn ein Mensch verletzt ist oder plötzlich krank wird, wählst du am besten diese Nummer: 112. Darüber erreichst du die Feuerwehr und auch den Rettungsdienst. Aber was sagt man am Telefon?

„Für uns ist erst einmal die allerwichtigste Information, wo das Ganze ist“, sagt Notarzt Daniel Schachinger. Nur so weiß schließlich das Notarzt-Team, wohin es fahren muss. Das solltest du also zuerst sagen.

Dann kannst du erzählen, was genau geschehen ist. Sag immer auch, wie viele Menschen betroffen sind, und wenn du es weißt: Welche Verletzungen oder Krankheitszeichen haben die Leute? Wenn du dir nicht sicher bist, beschreibe es einfach so gut du kannst.

Wenn du das alles gesagt hast, lege nicht gleich auf! Warte ab, was der Mensch am Telefon dich noch fragen will. Danach ist alles erledigt – und die Retter kommen so schnell es geht.

Von dpa

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