Heißer Kern

Heißer Kern
Unter unseren Füßen ist es richtig heiß. Bild: dpa

Woher wissen wir so genau, wie es im Inneren der Erde aussieht?

 Von der Erdoberfläche bis zum tiefsten Punkt in ihrem Inneren sind es über 6.000 Kilometer! Nur selten graben Menschen überhaupt tiefer als einige Meter nach unten. Auf der Suche nach Wasser in trockenen Ländern oder für andere Bodenerkundungen bohren sie schon mal einige Hundert Meter weit nach unten und einige Bergwerke sind sogar mehrere ­Kilometer tief. Aber den Großteil des Erdinneren hat noch nie ein Mensch gesehen. Trotzdem wissen wir erstaunlich gut, was tief unter unseren Füßen passiert.

Wie ein Pfirsich

Du kannst dir die Erde wie einen Pfirsich vorstellen: außen die Schale, innen das Fruchtfleisch und dann der Kern. Wir leben auf der sogenannten ­Erdkruste. Das ist die dünne Schale der Erde. Auf ihr befinden sich Städte, Berge, Wälder und Meere. Darunter, ab etwa ­40 Kilometern Tiefe, liegt eine sehr dicke Schicht aus heißem, zähflüssigem Gestein. Das ist der Erdmantel. Noch tiefer, ab fast 3.000 Kilometern im Inneren, beginnt der Erdkern. Dort ist es richtig heiß: über 4.000 Grad Celsius! Im ­inneren Erdkern, also in der Mitte der Erde ist der Druck so groß, dass das Eisen, das sich dort ­befindet, trotz der Hitze fest ist.

Spezielle Experimente

Aber woher wissen wir das überhaupt? Schließlich war noch niemand dort, um nachzusehen. Forschende wissen von Vulkanausbrüchen, woraus die Erde im Inneren ­besteht, denn bei einem Ausbruch wird heiße Lava nach oben gedrückt und tritt aus dem Vulkan aus. Mit speziellen Experimenten können sie die Bedingungen unter der Erdoberfläche nachbilden und wichtige Informationen gewinnen. Außerdem untersuchen sie die Erdbebenwellen weltweit. An der Art, wie sich die Wellen verbreiten, können sie berechnen, wie der Untergrund beschaffen sein muss.

Von Carolin Sage