Happy Birthday, Tower Bridge!

Happy Birthday, Tower Bridge!
London: Blick auf die Themse und die beleuchtete Brücke Tower Bridge. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Hoch ragt sie über der Themse auf, einem Fluss in der englischen Hauptstadt London: Die Tower Bridge, eine der bekanntesten Brücken der Welt. Am Sonntag wird sie 125 Jahre alt. Zu diesem Anlass versorgen wir dich mit Schlaumeierwissen über das beliebte Fotomotiv.

Die historische Aufnahme von etwa 1893 zeigt den Bau der Tower Bridge. Foto: London Metropolitan Archives/Tower Bridge/dpa

Acht Jahre Bauzeit

Ende des 19. Jahrhunderts lebten so viele Menschen in London, dass es regelmäßig Stau gab, wenn sie die Themse überqueren wollten. Die Lösung: Eine neue Brücke. Die Konstruktion der Tower Bridge geht auf den Architekten Horace Jones und den Ingenieur John Wolfe-Barry zurück.

Die Bauarbeiten begannen 1886 und etwa 400 Arbeiter waren daran beteiligt. Bis die Brücke 1894 in Betrieb genommen wurde, verbauten sie mehr als 11 000 Tonnen Stahl. Die Brückenpfeiler wiegen sogar noch mehr: Sie bringen gut 70 000 Tonnen auf die Waage!

Ihre typischen Farben erhielt die Tower Bridge übrigens erst 1977, als Königin Elizabeth II. ihr 25. Jubiläum auf dem englischen Königsthron feierte. Zu diesem Anlass überstrich man das Schokobraun der Metallteile mit Blau, Weiß und Rot. Das sind die Nationalfarben des Vereinigten Königreichs. Diese Farben findest du auch in der Flagge.

Eine bewegliche Brücke

Die Tower Bridge kombiniert zwei Arten von Brücken miteinander: Die Teile zwischen den Flussufern und den Türmen sind typisch für Hängebrücken. Bei der Strecke zwischen den beiden Türmen handelt es sich jedoch um eine Klappbrücke. Will ein Schiff unter der Brücke durchfahren, werden die Mittelteile einfach hochgeklappt. Dann kann das Schiff problemlos durch die Lücke gleiten.

Die beweglichen Teile nennt man Baskülen. Deshalb heißt dieser Brückentyp auch Basküle-Brücke. Früher wurden die Baskülen mit Hilfe von Dampfmaschinen und Wasserdruck bewegt. Seit 1976 kommen dabei Elektrizität und Öl zum Einsatz.

Foto: Vickie Flores/London News Pictures via ZUMA/dpa

Berühmter Namensgeber

Wieso heißt die Tower Bridge eigentlich so? Wenn man sich die Brücke so ansieht, könnte man denken, dass sie wegen ihrer zwei Türme so genannt wird. Wörtlich übersetzt bedeutet „Tower Bridge“ auf Deutsch nämlich „Turmbrücke“. Tatsächlich wurde sie aber nach dem nahe gelegenen Tower of London benannt.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Turm, sondern um eine königliche Festungsanlage aus dem 11. Jahrhundert. Hinter dicken Mauern befinden sich unter anderem eine Kapelle, mehrere Türme und sogar Wohnungen für die Angehörigen des Militärs, die dort arbeiten und Besucher herumführen. Früher war der Tower vor allem als Gefängnis bekannt. Eine Zeit lang gab es darin aber auch einen Zoo. Heute werden hier die Kronjuwelen der Queen aufbewahrt.

Das gibt es zu sehen

Seit 1982 ist gibt es im Inneren der Tower Bridge eine Ausstellung. Dort kannst du in die Geschichte der Brücke eintauchen oder die Maschinenräume besuchen. Von den Fußgängerüberwegen in 42 Metern Höhe hast du außerdem einen tollen Blick auf die Stadt – genau wie auf die Fahrbahn und den Fluss unter dir, denn ein Teil des Bodens ist aus Glas!

Von Natalie Solbach