Geschafft!

Geschafft!
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Das erste Halbjahr ist rum – heute gibt es Zeugnisse. Ganz schön aufregend, oder? Nicht nur für dich und deine Freunde ist es spannend zu sehen, welche Ergebnisse ihr in diesen ersten Monaten erzielt habt. Auch anderen Kindern auf der Welt geht es so. Nur, dass bei vielen von ihnen nicht die Noten 1 bis 6 auf den Arbeiten und dem Zeugnis stehen – sondern Buchstaben oder Sätze! Wir schauen mit dir, wie die Zeugnisse in anderen Ländern aussehen. Und vielleicht gefällt dir ein System ja besser als das in Deutschland?

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Norwegen

In Norwegen gehen alle Schüler erstmal gemeinsam zur sogenannten Kinderschule. Dort werden sie nicht benotet. Erst ab der 8. Klasse gibt es dann Noten von 1 bis 6 – allerdings ist die 1 dort die Note, die man besser nicht bekommen sollte. In Norwegen ist 6 nämlich die beste Note. Verrückt, oder? Und wusstest du, dass in Norwegen alle Lehrer geduzt werden? Das soll für einen lockeren Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern sorgen.

Südafrika

Das Schulsystem in Südafrika orientiert sich an Großbritannien. Auch hier gibt es Noten in Buchstaben – allerdings von A bis E. Das E heißt dabei „Fail“, also durchgefallen. An jeder Schule in Südafrika gibt es übrigens ein großes außerschulisches Angebot, mit dem die Kinder sich nachmittags beschäftigen können – von Sport bis zu Musik. 

Italien

In Italien vergeben die Lehrer Punkte: Von 0 bis 10 reicht die Skala an den Schulen, wobei 10 die beste Note ist. Die ersten 5 Punkte gelten als ungenügende Leistung. Sobald ein Schüler auf seinem Zeugnis auch nur in einem Fach 5 Punkte hat, fällt er durch. Ganz schön streng, oder?

Japan

Wer in Japan eingeschult wird, der wird zunächst nicht mit Ziffern bewertet – so wie wir das aus Deutschland kennen. Grundschüler bekommen die Buchstaben A, B und C. Das A bedeutet sowas wie„sehr gut“. Manchmal werden die Schüler aber auch mit einem „Strenge dich an“ bewertet, damit sie sich mehr für die Schule engagieren. Ab der Mittelstufe – die Grundschule geht in Japan bis zur sechsten Klasse – gibt es dann aber auch Noten, wie wir sie kennen. Manchmal gehen diese aber sogar bis zur 10.

USA

Ein F – so ein Mist! Das heißt in den USA in der Regel: Die Klassenarbeit ist leider nicht bestanden. Steht dagegen ein A auf dem Aufsatz, haben die Schüler sehr gut gearbeitet. Übrigens: Im Sommer können die amerikanischen Schüler sich richtig entspannen. Die Ferien zwischen den Schuljahren dauern meist nämlich mehr als zwei Monate!

Von Elisa Sobkowiak