Auf den Mond!

Auf den Mond!
Diesen Fußabdruck hinterließ der Astronaut Neil Armstrong auf dem Mond. Foto: dpa

Am 16. Juli 1969 steigen die Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins in das Apollo-11-Raumschiff. Ihr Ziel: die Landung auf dem Mond!

Vier Tage sind die Männer unterwegs, bevor Armstrong und Aldrin mit der Mondlandefähre „Eagle“ auf der Mondoberfläche landen.

Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa

Die Rakete

Die größte Rakete aller Zeiten brachte die Astronauten in den Weltraum. 111 Meter war die Saturn V hoch. Beim Start wog sie etwa 2800 Tonnen – das entspricht ungefähr dem Gewicht von 2000 Autos! Und ein Großteil davon war Treibstoff. Der Start der Saturn V war ohrenbetäubend laut und erzeugte so starke Erschütterungen, dass sogar in 18 Kilometern Entfernung noch Fensterscheiben zerbrachen.

Die Reise zum Mond war ein unglaubliches Abenteuer. Foto: dpa

Zuhause auf Zeit

Im Kommandomodul des Apollo-Raumschiffs lebten und arbeiteten die Astronauten während der Mission. Auf dem Speiseplan stand speziell angefertigte Astronautennahrung: Das waren meist pürierte Nahrungsmittel, denen vorher das Wasser entzogen wurde und die in Folie eingeschweißt waren. Vor dem Essen musste wieder Wasser hinzugefügt und alles durchgeknetet werden. Klingt nicht sehr lecker! Aber wohin, wenn Astronauten zur Toilette müssen? Zu Apollo-Zeiten gab es lediglich spezielle Beutel an Bord, der Inhalt wurde später ins All entsorgt. Heute verfügt die ISS über eine Weltraumtoilette – ganz ähnlich wie bei dir zu Hause, nur dass ein Unterdruck dafür sorgt, dass in der Schwerelosigkeit nichts davon schwebt.

Diesen Fußabdruck hinterließ der Astronaut Neil Armstrong auf dem Mond. Foto: dpa

Spannung pur!

Hoch konzentriert nähern sich Armstrong und Aldrin mit der Eagle der Mondoberfläche. Aber der Autopilot steuert auf einen Krater zu. Die Raumfahrer können hier nicht landen! Überall nur Felsen. Keine ebene Fläche. Wo sollen sie hin? Armstrong schaltet die automatische Steuerung ab und lenkt per Hand! Schnell muss er einen geeigneten Landeplatz finden. Der Treibstoff wird knapp! Die Spezialisten bei der Nasa im Missionskontrollzentrum in Houston (USA) halten die Luft an. Im letzten Moment setzt Armstrong die Landefähre auf. 25 Sekunden später wäre der Tank leer gewesen – die Astronauten hätten das Landemanöver abbrechen müssen!

Kurz nach Neil Armstrong betrat der Astronaut Edwin Aldrin als zweiter Mensch den Mond. Foto: DB NASA

Erste Schritte

„Der Adler ist gelandet“ – diesen Satz funkt Armstrong ins Kontrollzentrum nach Houston (USA). Die Erleichterung ist riesig! Dann ist der große Moment gekommen: Neil Armstrong verlässt am 21. Juli 1969 die Landefähre. Als erster Mensch betritt er den Mond! Dieses spektakuläre Ereignis verfolgen weltweit rund 600 Millionen Menschen live am Fernseher – eine TV-Kamera an der Landefähre zeichnet jeden Schritt auf. 20 Minuten nach Armstrong steigt auch Buzz Aldrin aus. Beide Astronauten erkunden die Umgebung, nehmen Gesteinsproben und hissen die amerikanische Flagge. Nach zwei Stunden und 31 Minuten endet ihr Aufenthalt – sie müssen zurück in die Mondlandefähre. Bis heute sind die Menschen fasziniert von diesem Ereignis. Und natürlich feiert auch der damalige amerikanische Präsident Richard Nixon Apollo 11 als Erfolg: Der erste Mensch auf dem Mond ist ein Amerikaner!

Zündende Idee

Ganz ohne Pannen verlief die Apollo-11-Mission nicht: Kurz vor dem Rückflug der Mondlandefähre zum Raumschiff brach ein Schalter ab. Was tun? Kurzerhand steckte Buzz Aldrin einen Filzstift in das Schalterloch. So konnte er das Triebwerk zünden.

Schon beim Training auf der Erde hatte es eine Panne gegeben: Neil Armstrong trainierte mit einem echten Fluggerät, wie er auf dem Mond landet. Doch plötzlich: Die Steuerung versagte! Im letzten Moment rettete er sich per Schleudersitz. Sekunden später explodierte das Fluggerät.

Das Buch

Die Texte auf dieser Seite stammen aus diesem Buch: „Unser Mond – Eine kosmische Wissensreise“, von Jennifer Wagner, J.P.

Bachem Editionen, 64 Seiten, 16,95 Euro, ab 8 Jahren