Wilde Pferde
Auch in Deutschland gibt es noch Herden, die ohne Menschen leben.
Die meisten Pferde leben als Hauspferde auf einem Hof und haben eine Besitzerin oder einen Besitzer. Doch es gibt noch wilde Pferderassen, die ohne den Einfluss von Menschen in der Natur leben – auch bei uns in Deutschland! Vielleicht hast du schon einmal solche Pferde in der Natur gesehen?
Besonders bekannt sind die Dülmener Wildpferde, die schon seit Jahrhunderten in der Nähe der Stadt Dülmen in Nordrhein-Westfalen leben. Doch eigentlich handelt es sich bei diesen Pferden nicht um echte Wildpferde. Sie sind die Nachkommen verwilderter Hauspferde. Also von Hauspferden, die irgendwann in die Natur ausgebrochen sind und sich dort angesiedelt haben. Von echten Wildpferden spricht man nur bei Pferderassen, die noch nie von Menschenhand gezähmt wurden.

Auf einer großen Weide laufen Tiere der Liebenthaler Pferdeherde hintereinander her. Foto: Patrick Pleul/dpa
Oft eine kürzere Mähne
Wildpferde haben oft eine kürzere Mähne als Hauspferde. Das liegt daran, dass in der Natur auch Mähne und Schweifhaare beim Fellwechsel ausfallen und wieder nachwachsen. Hauspferde wurden im Laufe der Zeit extra so gezüchtet, dass die Mähne nicht ausfällt.
Die letzten echten Wildpferde der Erde sind die Przewalski-Pferde, benannt nach einem russischen Forscher, der die Art vor mehr als 140 Jahren zum ersten Mal beschrieb. Die Przewalski-Pferde galten Ende der 1960er-Jahre als ausgestorben. Weil sie in europäischen Zoos gezüchtet und ausgewildert wurden, gibt es heute wieder wilde Przewalski-
Pferde in der Mongolei und Kasachstan.
Von Nina Jakobs




