Bär mit Hut und Mantel

Bär mit Hut und Mantel
Eine Szene aus dem Film "Paddington". (Foto: Verleih)

Heute startet der Film „Paddington“ im Kino. Du willst wissen, wer dieser Bär mit Hut und Mantel eigentlich ist? Dann gut aufgepasst, denn wir verraten dir viele Fakten über Paddington.

Der Bahnhof

Paddington – das ist eigentlich ein Stadtteil in der englischen Hauptstadt London. Der Name kommt aus dem Altenglischen. Padda steht für den Namen Patrick, die Silbe ing für Platz und die drei Buchstaben tun für Anwesen. In dem Stadtteil liegt auch einer der größten Bahnhöfe Londons – er heißt ebenfalls Paddington. Dort fahren sowohl große Züge als auch U-Bahnen ab. Mittlerweile gibt es an dem Bahnhof auch eine große Paddington-Figur aus Bronze.

Das Stofftier

An Heiligabend im Jahr 1956 sah der Kameramann Michael Bond in einem Supermarkt einen Teddy. Das Stofftier saß ganz alleine im Regal. Bond hatte Mitleid mit dem Bär, kaufte ihn und verschenkte ihn an seine Frau Brenda. Weil die beiden in der Nähe des Bahnhofs wohnten, nannten sie den Teddy „Paddington“. „Als der Bär in der Wohnung saß, hat er Bond dazu inspiriert, innerhalb von einer guten Woche acht Geschichten zu schreiben“, erzählt Miriam Holstein. Sie arbeitet bei der Stiftung Lesen, die Lehrern Arbeitsblätter über Paddington für den Unterricht anbietet. Das Unterrichtsmaterial finden deine Lehrer hier: www.stiftunglesen.de/paddington

Die Figur

Paddington kommt aus dem Dschungel in Peru. Er wurde als Baby bei einem Erdbeben zu einem Waisen-Bär und ist deswegen bei seiner Tante Lucy aufgewachsen. Als Lucy in ein Altenheim für Bären geht, schickt sie Paddington (der eigentlich Pastuso heißt) mit einem Schiff Richtung Großbritannien. Nach seiner Ankunft sitzt der Bär einsam am Bahnhof Paddington und trägt ein Schild um den Hals, auf dem steht: „Bitte kümmern Sie sich um diesen Bären. Dankeschön.“ Familie Brown findet den Bären und nimmt ihn bei sich zu Hause auf. „Familie Brown nimmt den Bären richtig in die Familie auf“, erzählt Miriam Holstein. „In fast allen Geschichten geht es um die liebenswerten Missgeschicke, die Paddington im Alltag passieren.“

Englisch

Paddington liebt typisch englische Dinge. Zunächst einmal ist das Orangenmarmelade. Ein Glas hat er immer in seinem Koffer dabei, ein weiteres hält er für Notfälle unter seinem Hut versteckt. Apropros: Auch sein Hut und der Mantel, ein sogenannter Dufflecoat aus schwerem Wollstoff, mit großen Knöpfen und einer Kapuze, sind typisch britisch. Außerdem hat er von seiner Tante, die England sehr liebt, gutes Englisch gelernt. Und wie es sich für einen englischen Gentleman gehört, versucht Paddington auch sehr höflich zu sein. Dabei geht allerdings so einiges schief: So möchte Paddington sich genauso waschen, wie die Familie Brown. Doch die Zahnbürste verwendet der kleine Bär versehentlich, um seine Ohren zu putzen.

Bücher

Die erste Geschichte „Ein Bär mit Namen Paddington“ hat der Autor Michael Bond im Jahr 1958 veröffentlicht. Seitdem kamen rund 150 Veröffentlichungen um den kleinen Bären dazu. Einige Geschichten sind in mehr als 40 Sprachen übersetzt worden. „Es gibt sogar eine lateinische, eine vietnamesische und eine arabische Version“, erzählt Holstein. Weltweit wurden mehr als 35 Millionen Paddington-Bücher verkauft.

Filme

Doch Paddington gibt es nicht nur in Büchern – sondern auch im Fernsehen. In mehrere Zeichentrick-Serien spielt der kleine Bär die Hauptrolle. Mit dem neuen Kinofilm ist Paddington zum ersten Mal auf der großen Leinwand zu sehen. Mal abgesehen von dem animierten Bären werden alle anderen Rollen von echten Schauspielern gespielt. Übrigens: In der deutschen Version spricht Elyas M’Barek Paddington. Elyas kennst du vielleicht aus „Türkisch für Anfänger“, „Fünf Freunde“ oder „Fack ju Göthe“.

Ehrung

Paddington ist super berühmt. „Im Jahr 2012 wurde er in Großbritannien zur beliebtesten Animationsfigur aller Zeiten ernannt“, sagt Miriam Holstein. Sein Erfinder Michael Bond wird wegen Paddington 1997 sogar von der englischen Königin in den Adelsstand erhoben. Und als englische Arbeiter beim Tunnelbau unter dem Ärmelkanal das erste Mal auf französische Arbeiter treffen, überreichen sie ihnen einen Paddington-Bär.

Von Angela Sommersberg

Mehr Informationen über Paddington findest du hier:

www.paddington.com/de

Hier könnt ihr schon einmal in den Film hereinschschauen>>

 

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