Mit Tulpen bezahlen – Niederlande

Mit Tulpen bezahlen – Niederlande
Die Stadt Leiden. Foto: Leiden Marketing/dpa-tmn

Bestimmt bist du schon mal nach Holland in den Urlaub gefahren. Holland ist aber nur ein Teil der Niederlande, denn die bestehen aus zwölf Provinzen. Zwei von ihnen, Noord- und Zuid-Holland, bilden zusammen Holland. Viele Leute benutzen den Begriff aber, wenn sie die kompletten Niederlande meinen. 

Das Königshaus

König Willem-Alexander beim «Königstag». Am 27. April 2019 feiern die Niederländer in Amsterdam mit diesem Nationalfeiertag den Geburtstag ihres Königs mit Musik und Straßenfesten. Foto: Sylvia Lederer/XinHua/dpa

Seit 1815 gibt es das  Königreich der Niederlande. Auch heute haben die Niederlande noch einen König, Willem-Alexander. Der unterschreibt zum Beispiel neue Gesetze, hält Reden und empfängt wichtige Staatsangehörige aus anderen Ländern. Gemeinsam mit den Ministern bildet er die Regierung. Er trifft jedoch keine wichtigen Entscheidungen – das übernimmt das Parlament. Deshalb wird die Regierungsform der Niederlande auch parlamentarische Monarchie genannt.

Tulpenfieber

Der Keukenhof. Foto: Keukenhof/dpa-tmn

Die Niederlande sind weltberühmt für ihre Blumen, insbesondere für Tulpen. Diese kamen im 16. Jahrhundert aus der heutigen Türkei ins Land. Im 17. Jahrhundert waren Tulpen sogar so begehrt, dass man sie als eigene Währung benutzte, das heißt wie Geld. Das ging allerdings nicht lange gut. Heute wachsen ganze Tulpenfelder in den Niederlanden und viele Touristen kommen im Frühling extra, um sie blühen zu sehen. Besonders beliebt bei Besuchern ist der Keukenhof. Das ist ein Park, in dem jedes Jahr acht Wochen lang sieben Millionen Blumen sprießen. Er liegt zwischen den Städten Amsterdam und Den Haag.

Sternennächte

Selbstporträt von Vincent van Gogh (1887). Foto: Paris, Musée d’Orsay/RMN/Tate Britain/dpa

Der bekannteste niederländische Künstler ist Vincent Van Gogh. Während seines Lebens von 1853 bis 1890 war er nicht sehr erfolgreich und verkaufte nur wenige Bilder. Heute dagegen gilt er als Vorreiter der modernen Malerei. Am bekanntesten sind seine Sonnenblumenbilder, Selbstporträts, und das Gemälde, das eine Sternennacht zeigt und deshalb auch so heißt. Gegen Ende seines Lebens wurde er in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, weil er unter anderem an Wahnvorstellungen litt. Erst nachdem er im Alter von nur 37 Jahren unter mysteriösen Umständen starb, wurde er berühmt.

Venedig des Nordens

Nirgendwo gibt es pro Kopf der Bevölkerung so viele Fahrräder wie in Holland. Foto: Thomas Burmeister

Fährst du gerne Fahrrad? Dann bist du in den Niederlanden genau richtig! Weil die Landschaft so flach ist, sind dort besonders viele Leute mit dem Zweirad unterwegs. Schätzungen zufolge gibt es sogar mehr Fahrräder als Einwohner. In der Hauptstadt Amsterdam gibt es ein spezielles Parkhaus nur für Drahtesel. Leider fischt man auch viele Fahrräder aus den Kanälen, für die Amsterdam bekannt ist. Diese Kanäle nennt man  Grachten. Jährlich schippern über drei Millionen Menschen in Booten darüber und genießen die Aussicht.  Weil es in Venedig in Italien auch jede Menge  Kanäle gibt, bezeichnet man Amsterdam als  „Venedig des Nordens“.

Wahrzeichen Windmühle

Foto: Eric Lalmand/BELGA/dpa

Wenn du in den Niederlanden unterwegs bist, siehst du häufig Windmühlen. Davon gibt es dort mehr als tausend Stück! Weil viele Teile des Landes ursprünglich im Meer lagen und erst von den Menschen trockengelegt wurden, ist der Boden sehr feucht. Windmühlen wurden benutzt, um Schöpfräder anzutreiben, die das überflüssige Wasser abpumpen. Andere Mühlen haben etwa Mehl gemahlen. Weil immer mehr hohe Gebäude entstehen, erreicht weniger Wind die Mühlen, sodass sie nicht mehr so gut funktionieren. Außerdem gibt es  heute  moderne Maschinen, die die Arbeit übernehmen.  Deshalb stehen heute viele Windmühlen still und dienen nur noch als Museum. In einigen kannst du sogar wie in einem Hotel übernachten.

Von Natalie Solbach

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