Ein Schiff feiert Hochzeit

Ein Schiff feiert Hochzeit
In einer Schiffswerft im Ort Berne in Niedersachsen bauen Arbeiter gerade ein neues Schiff zur Seenotrettung. (Foto: dpa)

Ein Schiff zu bauen ist gar nicht so einfach. Viele Menschen sind daran beteiligt. Bis es fertig ist, dauert es sehr lange.

Hoch über den Köpfen der Männer schwebt ein kleines Häuschen aus Aluminium. Es ist von unten offen und hat noch keine Fenster und Türen. Nur die Löcher dafür sind schon da. Das Häuschen ist ein Deckshaus für ein neues Schiff. Es hängt an einem Kran, der unter der Decke einer großen Halle befestigt ist.

Die Halle gehört zu einer Schiffswerft im Ort Berne in Niedersachsen. Hier bauen Arbeiter gerade ein neues Schiff zur Seenotrettung. Menschen werden damit also später einmal Leute retten, die im Wasser in Not geraten sind.

Fachleute verschweißen die Platten des Schiffes so miteinander, dass es keine Lücken zwischen den Teilen gibt. (Foto: dpa)

Fachleute verschweißen die Platten des Schiffes so miteinander, dass es keine Lücken zwischen den Teilen gibt. (Foto: dpa)

Ein Mann steuert den Kran mit einer Art Fernbedienung. Zentimeter für Zentimeter bewegt er das silberne Deckshaus so auf einen großen silbernen Rumpf zu. Der Rumpf ist der untere Teil eines Schiffes. Er sieht aus wie eine Wanne und schwimmt bei einem fertigen Schiff im Wasser.

Für die Männer in der Halle ist das ein wichtiger Moment. Sie haben fast fünf Monate lang an Rumpf und Deckshaus des Schiffes gearbeitet. Zuerst bauten sie ein Gerüst für den Rumpf. Dieses Gerüst bezogen sie mit Aluminium-Platten. Diese Platten sind dafür da, dass später kein Wasser in das Schiff läuft. Eine andere Gruppe hat das Haus gebaut.

Diese beiden großen Teile müssen nun miteinander verschweißt werden. Schiffbauer nennen das: die Hochzeit eines Schiffes. „Weil dann zwei Teile für immer miteinander verbunden werden“, erklärt Schiffbau-Fachmann Holger Freese. Holger Freese passt genau auf, dass beim Bau des Schiffes alles richtig läuft.

Das ist Holger Freese. Er ist Fachmann für Schiffbau. (Foto: dpa)

Das ist Holger Freese. Er ist Fachmann für Schiffbau. (Foto: dpa)

Das neue Schiff soll 28 Meter lang werden. Fast neun Monate lang haben viele Fachleute geplant, wie der Seenotrettungs-Kreuzer später einmal aussehen und funktionieren soll. „Es dauert dann noch ein ganzes Jahr, bis das Schiff fertig gebaut ist“, erklärt Holger Freese. Im Mai 2015 soll es so weit sein. Dann wird das Schiff aber zuerst einmal Probe gefahren. Das ist ein aufregender Moment für Holger Freese. Dann zeigt sich nämlich, ob alles wie geplant funktioniert.

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