Was ist Antisemitismus?

Was ist Antisemitismus?
Auf einer Demonstration in Berlin (Bild: dpa)

In den vergangenen Tagen und Wochen fiel in den Nachrichten, wenn über den Krieg im Nahen Osten, also zwischen Isreal und Palästina, berichtet wurde, immer wieder das Wort Antisemitismus. Wir erklären Dir, was es bedeutet!

Wenn Menschen Juden gegenüber feindlich eingestellt sind, zum Beispiel schlecht von ihnen reden, schlechtes über sie denken, oder Lügen über sie verbreiten, nennt man das Antisemitismus. Schlimmer noch: Es kann sich auch in Gewalt zeigen oder sogar in organisierter Massentötung. Besonders grausam war der Antisemitismus zur Zeit des Nationalsozialimus – unter Adolf Hitler. Er und seine Helfer hatten den Holocaust organisiert, den Massenmord an vielen Millionen Juden.

Streng genommen, also genau übersetzt bedeutet das Wort „Antisemitismus“ eigentlich etwas anderes. Die Semiten sind eine Volksgruppe, zu der alle Völker gehören, die semitische Sprachen sprechen. Eine semitische Sprache ist zum Beispiel Hebräisch – das ist die Sprache der Juden. Aber auch Aramäisch, Äthiopisch und Arabisch gehören zur semitischen Sprachgruppe. Weil „anti“ „gegen“ heißt, müsste sich Antisemitismus also gegen die Semiten richten. Tatsächlich bezeichnet der Begriff „Antisemitismus“ aber die Abneigung oder Feindschaft gegenüber Juden, nicht aber gegenüber Arabern.

Einige Leute nutzen jetzt den Nahost-Konflikt, um ihren Judenhass auszuleben – oder gegen Juden zu hetzen, deren Staat Israel ist.

Caroline Kron (mit bzfpb)