Ausflugstipp Eifel: „Wilder Kermeter“ verspricht Abenteuer

Umgefallene Bäume, Wildnis und Natur - auf dem Wilden Kermeter fühlt sich Fritz pudelwohl.
Umgefallene Bäume, Wildnis und Natur - auf dem Wilden Kermeter fühlt sich Fritz pudelwohl. (Foto: privat)

Mein Lieblingsort liegt außerhalb von Köln. Nämlich in der Eifel im Wald. Dort, in der Nähe von Heimbach befindet sich der Naturerlebnisraum „Wilder Kermeter“. Sicher fragt ihr euch, warum es dort so „wild“ ist?

Projekt Wildnis – das findet Kinderreporter Fritz super!

Der Kermeter mit seinen Bergen gehört zum Naturpark Eifel und ist ein Naturschutzgebiet. Nachdem die Menschen jahrhundertelang die Wälder genutzt haben, indem sie Tiere gejagt und Brenn- und Bauholz geschlagen und so in die Natur eingegriffen haben, wird der Wald auf dem Kermeter seit einigen Jahren in Ruhe gelassen. Jetzt bestimmt die Natur, was und wie hier alles wächst. Dieser Wald ist also eine spannende Baustelle.

Die Wildnis kehrt langsam zurück und es entsteht ein Naturwald, in den Pflanzen und Tiere (Luchs und Wolf!) zurückkommen, die man hier lange nicht mehr gesehen hat. Inmitten dieses Waldes gibt es den „Wilden Weg“, einen fast zwei Kilometer langen Pfad mit zehn Stationen, die alle interaktiv sind.

Hier erfahrt ihr, wie der Wald zum „Ur-Wald“ wird, welche großen und kleinen Tiere dazu gehören, welche Bäume hier wachsen und wie lange sie dafür brauchen. Ihr erfahrt auch, wie Höhlen in die Bäume kommen und welcher Waldbewohner welche Höhle baut. Auch Pilze werden an einer Station vorgestellt: Sie wachsen vor allem unter der Erde und sind wichtige Bewohner eines Buchenwaldes. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt über die Waldfakten, die ihr hier erfahren könnt.

Auf Holzpfaden unterwegs

Alle Infotafeln sind cool gestaltet und überhaupt nicht langweilig.

Ich mag den Wilden Weg, weil man sofort das Gefühl von Abenteuer hat, denn er beginnt mit einem langen Holzpfad über dem eigentlichen Waldboden, der in einen riesigen ausgehöhlten Baumstamm führt (das ist übrigens die erste Station). Der hochgelegte Holzpfad führt weiter an einer „Wurffläche“ vorbei (hier hat der Sturm Kyrill 2007 alle Bäume umgeworfen), die jetzt verwildert, weil kein Förster hier aufgeräumt und umgefallene Bäume weggeschafft hat. Das sieht echt cool aus!

Alle Stationen sind spannend gemacht. Den Infotext an den Stationen kann man in leichter Sprache lesen und in vier verschiedenen Sprachen anhören, was natürlich auch witzig sein kann, wenn man sich beispielsweise Wissenswertes über Pilze auf Niederländisch anhört. Ganz wichtig finde ich, dass es hier immer auch etwas zum Anfassen und Ausprobieren gibt.

Verkehrsschilder mit Insekten

Überall stehen lustige Schilder für Tiere.

Der Weg hat für mich zwei Höhepunkte: Einmal gibt es zwei riesige Blätter aus Holz, wo man sich drauflegen, ausruhen und in die Baumkronen gucken kann. Und zum Schluss des Weges gibt es einen Kletterweg, der über umgeknickte Holzstämme führt. Das macht Spaß und man braucht ein bisschen Klettererfahrung!

Witzig finde ich auch, dass im Wald Verkehrsschilder stehen, die Mistkäfer, Luchse oder Ameisen zeigen. Auch am Anfang und Ende des Weges gibt es Baustellenschilder, wie auf der Autobahn. Auf dem letzten Schild steht übrigens: „Fertigstellung der Baustelle etwa 2250!“. Daneben könnt ihr zwei Ameisen mit Bauarbeiterhelmen sehen.

Diese GPS-Koordinaten brauchen eure Eltern für den Parkplatz:
N50° 36.975667 E6° 26.146167
www.eifel.info/a-wilder-weg

KINDERREPORTER FRITZ (11)

Mehr Ausflugstipps findest du hier:

RAUS HIER!