Auf Rollen tanzen
Tanzen, während man auf einem Longboard durch die Gegend saust? Das geht beim Longboard-Dancing. Longboard-Tänzerin Jikal erzählt von ihrem Lieblingssport.
Jikal fährt mit ihrem Longboard rasend schnell über den Asphalt. Aber sie steht nicht einfach auf dem langen Brett. Stattdessen bewegt sie sich rhythmisch über ihr Board. Diese Kombination von fahren und tanzen, nennt man Longboard-Dancing. Jikal steht und tanzt schon seit vierzehn Jahren auf ihrem Longboard. Seit einigen Jahren tritt sie sogar bei Weltmeisterschaften an.
Jikal studierte eigentlich mal an der Uni. Jetzt hat sie eine Longboard-Schule in Berlin gegründet.
Erst nur geliehen
Ihr erstes Longboard bekam Jikal von einer Freundin geliehen. Sie behielt es dann ein ganzes Jahr. „Ich wollte es gar nicht mehr zurückgeben“, sagt sie. Anfangs war das Longboard für sie nur eine Möglichkeit schneller von einem an den anderen Ort zu kommen. Wenn andere mit dem Fahrrad zur Schule fuhren, fuhr Jikal mit dem Longboard.
Später begann sie auch auf dem Board zu tanzen. Das geht auf dem Longboard besonders gut, weil es besonders viel Platz bietet. Ein Longboard ist viel länger als ein Skateboard, manchmal sogar doppelt so lang. Außerdem ist die Oberfläche eines Longboards eher glatt. Das hilft, sich schnell darauf zu bewegen.
Ursprünglich kommt das Longboard-Fahren vom Surfen im Meer. Die ersten Longboard-Skater waren nämlich Surfer, die Rollen unter ihre Bretter montierten. Sie wollten auch in wellenlosen Zeiten auf ihren Surfboards unterwegs sein können. Auch das Longboard-Dancing kommt vom Surfen. Es erinnert an die Bewegungen der Surfer, die auf ihrem Surfboard die Wellen ausbalancieren.
Ein Gefühl von Freiheit
Am Longboard-Dancing macht Jikal besonders Spaß, dass man dabei ganz frei sein darf. Man kann sich seine eigene Musik aussuchen und die verschiedensten Tanzschritte ausprobieren. Am liebsten tanzt Jikal zu Hip-Hop-Songs, zum Beispiel zu denen von 50 Cent. Zudem kombiniert Jikal gerne klassische Tanzschritte mit Tricks aus anderen Longboard-Disziplinen, etwa mit einem Flip. Dabei springt sie mit ihrem Board hoch in die Luft.
Wenn man selbst anfangen möchte, auf dem Longboard zu tanzen, ist eine gute Schutzausrüstung wichtig. Neben einem Helm braucht man auch Hand- und Knieschützer. „Man unterstützt seine Geschwindigkeit. Durch die Größe des Boards hat man auch mehr Gewicht und Speed», erklärt Jikal. Sie ist schon oft hingefallen. Aber das gehört für sie dazu. Vor allem, wenn man einen besonders schweren Trick versucht. Ihr Rat: „Man darf dann einfach nicht aufgeben. Übung macht den Meister!“.
Von Felicitas Hohmann (dpa)





