Kids on Tour für Duda

Kids on Tour für Duda
Foto: Thomas Banneyer

Bist du schon mal mit einem schnellen ICE gefahren? Vielleicht in den Urlaub oder mit deiner Familie zu deiner Oma? Viele Kinder in Deutschland reisen oft im Zug, und das sogar ohne ihre Eltern. Meist besuchen sie eines ihrer Elternteile oder die Großeltern. Sie werden dabei von Mitarbeitern der Bahnhofsmission betreut. Wir haben Niclas, Johanna und Janna auf ihrer Tour von Köln in Richtung Hamburg begleitet.

Johanna, Niclas, Janna. Foto: Thomas Banneyer

Das ist Kids on Tour

Seit 15 Jahren bietet die Deutsche Bahn in Zusammenarbeit mit der Bahnhofsmission eine Begleitung für allein reisende Kinder an. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren werden vom Start- bis zum Zielbahnhof von Mitarbeitern der Bahnhofsmission begleitet. Diese machen das ehrenamtlich, das heißt, sie bekommen kein Geld dafür. Den Service gibt es mittlerweile auf neun Verbindungen in Deutschland. Von Köln können die Kinder freitags und sonntags in einem IC in Richtung Norden bis Hamburg fahren. Oder in die umgekehrte Richtung mit einem ICE nach München. Die Begleiter haben immer einen Koffer mit Spielen und Büchern auf den Reisen dabei. Sie betreuen jeweils maximal fünf Kinder.

Niclas. Foto: Thomas Banneyer

Niclas, 11 Jahre
Ich fahre alle zwei Wochen mit dem Zug von Köln zu meinem Vater, der in Norddeutschland wohnt. Ein paarmal bin ich auch schon geflogen, das war auch cool. Alle Sachen, die ich brauche, packe ich immer in meinen grünen Rucksack. Im Zug spiele ich meistens am Handy. Oft zeigen wir Kinder uns auch untereinander neue Spiele.

Johanna. Foto: Thomas Banneyer

Johanna, 9 Jahre
Ich fahre ungefähr alle drei Wochen mit dem Zug nach Hamburg. Mein Papa wohnt dort. Auf den Zugfahrten treffe ich manche Kinder immer wieder, das finde ich gut. Ich höre dann oft Musik oder male. Da ich selbst noch kein eigenes Handy habe, spiele ich dort manchmal mit den Smartphones meiner Freunde. Manchmal mache ich auch Hausaufgaben im Zug. Die Begleiter sind meistens sehr nett.

Janna. Foto: Thomas Banneyer

Janna, 12 Jahre
Ich fahre seit einem Jahr alleine mit dem Zug und besuche meinen Vater in Osnabrück. Meistens höre ich Musik im Zug. Ich finde gut, dass man so auch andere Kinder kennenlernen kann. Wenn man gut beschäftigt ist, vergeht die Zeit schnell. Wer mag, kann im Zug Spiele spielen. Man kann aber auch einfach nur seine Ruhe haben.

Begleiter Matthias Stahl. Foto: Thomas Banneyer

Begleiter Matthias Stahl
Im Zug lassen wir die Kinder erstmal in Ruhe ankommen. Gerade freitags sind viele nach der Schule erstmal etwas müde. Viele der älteren Kinder spielen anfangs mit ihren Smartphones oder Tablets. Aber spätestens nach 90 Minuten holen wir Begleiter dann unsere Spielesammlung heraus. Der Dauerbrenner unter den Spielen ist Uno. Manche Kinder haben auch viele Fragen über die Züge. Für uns Begleiter ist das Wichtigste, dass wir die Kinder sicher von A nach B bringen.

Begleiterin Meike Steenbock. Foto: Thomas Banneyer

Begleiterin Meike Steenbock
Ich mache die Zugbegleitung schon seit 14 Jahre. Ich mache das zweimal im Monat. Mir gefällt die Tätigkeit gut, denn ich komme gerne rum und das Reisen mit den Kindern macht mir Spaß. Wir bieten den Kindern immer Spiele an, manchmal haben sie keine Lust. Aber Kartenspiele wie Uno oder Dobble klappen immer. Sonntags erzählen die Kinder dann oft von ihren Erlebnissen am Wochenende.

So geht die Buchung

Seit dem Jahr 2003 sind schon mehr als 80.000 Kinder mit „Kids on Tour“ gereist. Die Begleitung kostet zusätzlich zur Kinderfahrkarte 35 Euro, Geschwister erhalten 5 Euro Rabatt. Eltern sollten das Angebot spätestens sieben Tage vor Reiseantritt buchen unter der Servicenummer 0180-6996633.

Von Christina Rinkl

Alle Fotos sind von Thomas Banneyer