Weg mit dem Chaos – Tipps zum Aufräumen

Und falls ihr doch mal keine Lust auf Aufräumen habt: Ein bisschen Chaos ist gut für die Fantasie. Das haben Forscher herausgefunden. Dadurch kommt man manchmal erst auf gute Ideen. Was man aus dem Spielzeug bauen könnte, zum Beispiel. (Foto: dpa)
Und falls ihr doch mal keine Lust auf Aufräumen habt: Ein bisschen Chaos ist gut für die Fantasie. Das haben Forscher herausgefunden. Dadurch kommt man manchmal erst auf gute Ideen: Was man aus dem Spielzeug bauen könnte, zum Beispiel. (Foto: dpa)

Aufräumen – wie langweilig! Doch mit ein paar Tricks ist es gar nicht so schwer. Und wenn alle Dinge am richtigen Platz sind, muss man nicht mehr ewig suchen. Da fühlt man sich gleich besser, oder?

Räum dein Zimmer auf!“ Was für ein nerviger Satz. Viele finden Aufräumen extrem langweilig. Manchen fällt es besonders schwer, Ordnung zu halten. Die gute Nachricht für Chaoten: „Ein Teil davon ist angeboren“, erklärt die Psychologin Johanna Graf. Ein Grund, gar nicht mehr aufzuräumen? Leider nicht. Auch wenn manche von Geburt an unordentlicher sind als andere – aufräumen kann jeder lernen.

Aufräumen ist ganz schön anstrengend

Johanna Grafs Tipp: Nicht zu viel auf einmal vornehmen. „Aufräumen ist unheimlich anstrengend“, sagt sie. Also zum Beispiel an einem Tag den Schreibtisch ausmisten, das nächste Mal die Schubfächer oder das Regal.

So geht es besonders gut: Alles auf dem Boden ausbreiten und dann auf mehrere Häufchen verteilen. Dann sollte man überlegen: Was will ich wegschmeißen, was kann ich verschenken oder verkaufen, was will ich behalten? Und mit Musik oder einem Hörspiel ist es gleich viel unterhaltsamer.

Jedes Ding braucht seinen Platz

Das Wichtigste ist, genug Boxen und Fächer für die Spielsachen zu haben. „Jedes Ding braucht seinen Platz im Zimmer, erklärt Johanna Graf. Dann fällt es auch leichter, Ordnung zu halten. Denn nur wenn ich genau weiß, wo Stifte, Malblöcke oder Legosteine hinkommen, kann ich auch gut aufräumen. Die Expertin empfiehlt: „In dem Moment, wo ich eine neue Sache bekomme, muss ich mir schon überlegen: Wo soll ihr fester Platz sein?“

Aber manche Zimmer sind bis oben hin vollgestopft mit lauter Kram. Da hilft nur eines: Aussortieren, rät die Aufräum-Expertin Alexandra Schreiner-Hirsch. „Ich gehe zum Basar und verkaufe Dinge, die ich nicht mehr brauche. Dann bekomme ich sogar Geld dafür. Oder ich verschenke etwas an ärmere Kinder.“

Etwas anderes als Spielsachen wünschen

Doch kaum kommt der Geburtstag, gibt es wieder neue Spielsachen. Frau Schreiner-Hirsch hat eine Idee, was man sich stattdessen wünschen könnte: „Karten für ein Konzert oder einen gemeinsamen Ausflug in den Kletterpark.“ Das nimmt keinen Platz weg und macht trotzdem Spaß.

Aufräumen ist übrigens nicht nur gut, weil man dann Sachen schneller findet. Wenn man es geschafft hat, setzt das unheimlich viel Energie frei, dann hat man viel mehr Kraft und Lust“, weiß Johanna Graf. Und manchmal ist das wie eine Schatzsuche. Denn oft tauchen Dinge wieder auf, die im ganzen Chaos schon lange verschwunden waren.

KINA - Wie Eltern helfen können

Wie Eltern helfen können

Hier einige Tipps, wie du mit deinen Eltern übers Aufräumen reden kannst:

  • Sagt mir genau, was ich aufräumen soll. Der Satz „Räum dein Zimmer auf“ hilft mir nicht viel. Besser ist zum Beispiel: „Sortiere die Legosteine in die Kiste, stelle die Bücher ins Regal und packe die Malsachen in die Schublade.“
  • Freut euch bitte über meine Ideen. Wenn ich etwas Tolles gebaut habe, will ich es nicht gleich wieder wegpacken müssen.
  • Und wenn ich fleißig aufgeräumt habe, dann wünsche ich mir ein dickes Lob von euch. Und bitte, bitte nicht gleich wieder meckern, bloß weil doch noch etwas herumliegt.

 

 

KINA - Eine besondere Kiste für LieblingssachenSieben Tipps gegen das Chaos

1. Bei sehr großer Unordnung: Nimm dir nur eine Sache vor, die du aufräumen willst. Also erst den Schreibtisch, das nächste Mal das Regal oder die Schubladen.

2. Verteile alle Sachen auf Häufchen: Das schmeiße ich weg, das verkaufe oder verschenke ich, das will ich noch behalten.

3. Besorge dir genügend Boxen für deine Sachen. Viele kleine Kisten für Spielzeug sind besser als eine große.

4. Überlege dir feste Plätze für alles. Wenn du genau weißt, wo etwas hingehört, kannst du besser Ordnung halten.

5. Schaffe Platz für neue Spielsachen! Vor Weihnachten und vor deinem Geburtstag solltest du deshalb überlegen: Was kann ich verschenken oder verkaufen?

6. Am besten regelmäßig aufräumen, zum Beispiel immer abends. Dann sammelt sich nicht so viel an. Gut ist auch, wenn du ein Spiel an seinen Platz stellst, bevor du ein neues anfängst.

7. Und wenn das Chaos zu groß ist: Frage deine Eltern, ob sie dir nicht beim Aufräumen helfen können.

Von dpa