Raus hier: Ice Age – so war’s wirklich

Raus hier: Ice Age – so war’s wirklich
Den Zahn der lebensgroßen Mammut-Nachbildung mussten vier Arbeiter ins Museum tragen. (Foto: Schmidt/Klimkin)

Das Odysseum in Köln zeigt eine spannende Eiszeit-Ausstellung.

Bei Diego, Manni, Sid und Scrat herrscht fast immer Winter. Klar, denn die Filmhelden leben schließlich in der Eiszeit vor über 10.000 Jahren! Gigantische Gletscher, Bibber-Temperaturen, riesige Mammuts: Was war damals eigentlich mit unserer Erde los? Und war es wirklich immer und überall eisig? Wie haben die Tiere das überlebt und welche gab es überhaupt?

Sonderausstellung zu Manni und Sid

Fossilien verraten, wie kleine Tiere und Fische früher aussahen. (Foto: Schmidt/Klimkin)

All diese Fragen und noch viel mehr kannst du jetzt im Kölner Odysseum klären. Das Abenteuer-Museum für kleine und große Kinder zeigt gerade zum allerersten Mal auf der Welt die Sonderausstellung „Ice Age – Dem Mammut auf der Spur.“

Dort triffst du nicht nur auf „echte“ Exemplare der Stars aus den Filmen, sondern auch auf rund 30 weitere spannende Dinge. Du siehst superalte, versteinerte Pflanzen aus der Eiszeit, kannst an wissenschaftlichen Stationen experimentieren und viel Action an Fun-Stationen haben.

Folge der Nuss: Scrat leitet dich durch die Ausstellung. (Foto: Schmidt/Klimkin)

So erlebst du zum Beispiel wie es sich anfühlt, wenn man in einer Teergrube versinkt. Und bleibst dabei vollkommen sicher! Das ist früher nämlich ganz vielen Tieren passiert – unter anderem in Los Angeles in Amerika. Deren Überreste können heute ausgegraben werden. Das ist einer der Gründe, warum wir so viel über die Eiszeit und ihre Bewohner wissen.

Die Mitmach-Ausstellung ist außerdem witzig gemacht, weil Mammut Manni, Faultier Sid, Säbelzahntiger Diego und natürlich das Urzeit-Eichhörnchen Scrat dich auf Monitoren und mit ihren Stimmen hindurch begleiten. Und nicht nur das: Auch Dr. Lindsay Zanno, eine berühmte Eiszeit-Wissenschaftlerin aus Amerika, erklärt dir virtuell viele Geheimnisse der Eiszeit oder hilft dir, ihre Rätsel zu lösen.

So kam das Mammut nach Köln

Bei den lebensechten Modellen all deiner Ice Age-Helden darf Manni in der Ausstellung nicht fehlen – so, wie er in Wirklichkeit aussah selbstverständlich (Foto oben). Das mächtige Mammut im Odysseum stammt aus einer Werkstatt in Tallin. Tallinn ist die Hauptstadt von Estland, einem kleinen Staat an der Ostsee. Hauptsächlich wurde dabei Styropor und Aluminium benutzt.

Seine Haare stammen alle von echten Wasserbüffeln, die sehen Mammuthaaren wirklich ähnlich. Unglaubliche 25 Millionen Haare kleben auf dem Modell. Zum Transport mit Fähre und LKW wurde das Mammut in sechs Stücke geteilt und in Köln wieder zusammengesetzt. Alleine jeder Stoßzahn wiegt 100 Kilogramm und musste von vier Leuten montiert werden. Insgesamt hat es sechs Tage gedauert, das Mammut wieder zusammen zu bauen.

Von Alexander Kuffner

„Ice Age: Dem Mammut auf der Spur“, bis 5. November, Odysseum, Corintostraße 1, 51103 Köln, Erwachsene 22,60 Euro, Kinder 14,50 Euro,  Tickets und mehr Infos zur Ausstellung telefonisch unter 0221-69068111 oder auf der Homepage des Museums hier. 

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