Auf der Jagd

Auf der Jagd
Auf einer Schnitzeljagd muss so manches Rätsel gelöst werden. Bild: dpa

Bei der Schnitzeljagd sucht man natürlich keine panierten Schnitzel.

Hast du dich schon mal ­gefragt, warum das Spiel „Schnitzeljagd“ so heißt, wie es heißt? Das Wort klingt, als hätte es etwas mit panierten Schnitzeln, also dem Essen zu tun, aber das ist Quatsch. Der Begriff leitet sich von dem Wort „Schnitzel“ ab, was im Althochdeutschen so viel wie „Schnitt“ oder „Schnitz“ bedeutete. Ursprünglich folgten die Kinder bei einer Schnitzeljagd nämlich der Spur von ­Sägespänen und kleinen Holzschnitzen.

Beliebt bei Pfadfindern

Tatsächlich gibt es das Spiel schon sehr lange, nämlich seit über 150 Jahren. Mit der Zeit hat es sich nur ein klein wenig verändert. Anfang des 20. Jahrhunderts war es ­besonders bei Pfadfindern ­beliebt, denn es fördert den Orientierungssinn und den Teamgeist und findet im Freien statt. Sie verwendeten gerne natürlich vorkommende Materialien wie Steine oder Stöcke.

Hinweise & Rätsel

In den 1960er-Jahren begann man, Wegmarkierungen durch kleine Hinweise oder Rätsel zu ersetzen, die man lösen muss, um zu wissen, wie es weitergeht. Ab den 2000er-Jahren entstand das sogenannte Geocaching, bei dem man mit einem GPS-Gerät, das ist eine Art ­Navigationsgerät für unterwegs, nach einem kleinen, versteckten Schatz sucht („cache“ heißt übersetzt „Schatz“).

Manchmal wartet ein Schatz

Heute gibt es viele Arten von Schnitzeljagden, zum Beispiel die Foto-Schnitzeljagd: Dabei musst du unterwegs Bilder von bestimmten Orten oder Dingen machen. Oder du machst eine Indoor-Schnitzeljagd, wenn das Wetter draußen mies ist: Dabei verstecken sich die ­Hinweise in Zimmern, Schränken oder hinter Möbeln. Denk dir doch mal selbst eine Schnitzeljagd aus. Das Prinzip ist immer gleich: ­Wegmarkierungen, Hinweise oder Rätsel führen von einem Ort zum nächsten. Manchmal muss man etwas suchen, manchmal eine ­Aufgabe lösen, und am Ende wartet meist eine kleine ­Überraschung oder ein Schatz.

Von Nicole Hauger