Wer hat Lego erfunden?

Wer hat Lego erfunden?
Deine Eltern haben wahrscheinlich auch schon mit Lego gespielt. (Foto: dpa)

Spielst du gerne mit Lego? Da bist du nicht alleine. Frag doch mal deine Eltern, ob es ihnen genauso geht. Gut möglich, denn die kleinen Bausteine gibt es schon seit 60 Jahren. Sie sind heutzutage aber mehr als nur Spielzeug, denn auch Sammler haben sie für sich entdeckt.

Die Lego-Geschichte

Die Lego-Steine sind eine Erfindung des Dänen Ole Kirk Christiansen. Im Jahr 1949, also vor 69 Jahren, erfand er das erste Mal Bausteine. Die waren aber nicht besonders stabil und wenn Kinder mit ihnen Modelle gebaut hatten, fielen sie schnell wieder zusammen. Das machte natürlich nicht so viel Spaß, weshalb Ole Kirk Christiansen auch daran arbeitete, die Steine stabiler zu bauen. Vor genau 60 Jahren war er erfolgreich, da stellte er die Lego-Steine nämlich so her, wie du sie heute auch kennst.

Sie sind so gestaltet, dass sie mit Noppen ineinander gesteckt werden können und sehr stabil sind. Bis heute bieten sie unglaublich viele Möglichkeiten, sie miteinander zu kombinieren. Wenn du nur sechs Steine einer Farbe hast mit zwei mal vier Noppen – wie der rote Stein auf dieser Seite –, hast du schon 915 Millionen Möglichkeiten, die Steine miteinander zu verbinden.

Raumschiffe und Denkmäler

Am Anfang gab es die Lego-Steine nur in zwei verschiedenen Größe und fünf Farben: Weiß, Rot, Gelb, Blau und Grün. Heute sind es mehr als 60 Farben. Und zählt man alle Arten von Lego-Steinen und die Elemente, die dazugehören, zusammen, kommt man auf mehr als 3700 Teile, die miteinander verbaut werden können. Klar, dass sich damit fast alles konstruieren lässt.

Der größte Lego-Bausatz ist der Millenium-Falke aus Star Wars. (Foto: Lego)

Von Lego gibt es Tausende Bausätze für Modelle, die du nach Anleitung bauen kannst. Es gibt Bauernhöfe, Schiffe, Autos, Burgen, Häuser oder auch Raumschiffe. Kennst du auch den größten Lego-Bausatz, den es je gegeben hat? Es ist der Millennium-Falke aus „Lego Star Wars“. Das Raumschiff besteht aus 7500 Teilen, man braucht also lange, um alle zusammenzusetzen. Besonders Sammler stehen für solche besonderen Bausätze Schlange.

Wenn du es trotzdem geschafft hast, dir einen der Bausätze zu sichern, haben du oder deine Eltern viel bezahlen müssen: 800 Euro kostete der Millennium-Falke. Er ist aber ausverkauft, weil er so beliebt ist. Du brauchst aber gar keine Anleitung, um mit den Bausteinen zu spielen. Was immer dir einfällt, kannst du ja selber einmal versuchen, zu bauen. Wenn du viel Fantasie hast, kommen da bestimmt tolle Sachen bei raus.

Das Lego-Imperium

So sieht der Batman aus Lego im Film aus. (Foto: Warner Bros. Picture/dpa)

Es gibt mittlerweile sogar Videospiele, in denen du Figuren aus Legosteinen durch bunte Welten steuern kannst, und Lego-Filme, die im Kino gezeigt werden. Hinzu kommen mehrere Freizeitparks, in denen man mit Achterbahnen fahren kann, die wie Lego-Steine aussehen. Aus dem Spielzeug-Hersteller aus Dänemark ist also ein richtiges Imperium geworden.

Da kannst du dir vorstellen: Ole Kirk Christiansens Familie hat durch die Lego-Steine sehr viel Geld verdient. Der Erfinder selbst hat das aber gar nicht mehr mitbekommen, denn er ist nur wenige Monate nach der Entwicklung der Steine gestorben.

Von Hendrik Geisler