Ein sehr beliebtes Instrument: So lernst du Klavier spielen

Ein sehr beliebtes Instrument: So lernst du Klavier spielen
Der Ton entsteht, wenn du die Klaviertaste drückst. (Foto: dpa)

In unserer Serie stellen wir die jede Woche ein Instrument vor. Heute geht es um das beliebteste Instrument Deutschlands: Das Klavier.

Fast 140 000 Schüler haben dieses Instrument im vergangenen Jahr an deutschen Musikschulen gelernt: Das Klavier ist das beliebteste Instrument in Deutschland.  „Damit  kann man alles machen: Viele Töne gleichzeitig oder nur einen einzelnen Laut erzeugen, Krach machen oder Melodien spielen, leise und weich oder laut und knallig spielen“, sagt Monika Twelsiek, Klavier-Lehrerin von der Rheinischen Musikschule.

So funktioniert das Klavier

Das ist möglich, weil das Klavier aus vielen Teilen besteht. Der Flügel, der große Bruder des Klaviers, besteht aus 5500 einzelnen Teilen, erzählt Monika Twelsiek. Und obwohl man es auf den ersten Blick nicht sieht, ist das Klavier ein Saiten-Instrument. Jede Taste ist mit einer, zwei oder drei Saiten verbunden. Wenn du die Taste drückst, schlägt ein kleiner Hammer die Saite an. Dann entsteht der Ton. Neben den Tasten gibt es auch noch zwei Pedale. Das eine Pedal bedienst du mit dem rechten Fuß. Es lässt die Saite frei schwingen. So wird der Ton länger und lauter. Das linke Pedal (das du nicht so häufig brauchst), dämpft hingegen den Ton.

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Klicke auf das Bild dann kannst du die Grafik besser erkennen. (Grafik: dpa)

Vor- und Nachteile

„Schön am Klavier ist, dass man nur auf eine Taste drücken muss und schon entsteht ein Ton“, sagt Monika Twelsiek. „Problematisch wird es aber nach einiger Zeit, denn dann muss man  rechte und linke Hand an den Tasten und rechten und linken Fuß an den Pedalen miteinander koordinieren.“ Noch etwas ist doof: Du kannst das große und schwere Klavier nirgendwo mit hinnehmen.

So ist das Klavier entstanden

Das Klavier wie wir es heute kennen, gibt es ungefähr seit dem Jahr 1700, erklärt Monika Twelsiek.  Aber auch davor gab es ähnliche Instrumente, zum Beispiel das Cembalo, das aber nicht mit Hämmern angeschlagen, sondern mit Federkielen angerissen wurde. Außerdem gab es sogenannte Hackbretter, die man auf den Tisch gelegt und angeschlagen hat. „Mit der Entwicklung des Klaviers ist alles größer und stabiler geworden.“ Früher – und auch heute noch – wird das Klavier benutzt, um Sänger oder andere Instrumente zu begleiten. Beliebt ist das Klavier also nicht erst seit heute. Sondern seit vielen hundert Jahren.

Klavier lernen

Kosten: 30 Minuten Unterricht kosten 60 Euro im Monat. Ein Klavier kostet  4000 Euro. Praktisch ist, ein Klavier über ein Musikgeschäft zu mieten. Meist kannst du dann nach einem Jahr entscheiden, ob du das Instrument behalten willst.
Zeit: Am Anfang solltest du fünf bis zehn Minuten pro Tag üben, später mehr. In ein bis zwei Stunden kannst du lernen, „Alle Jahre wieder“ mit der rechten Hand zu spielen.

Von Angela Sommersberg

Ein Stück zum Üben

Alle meine Entchen (23.08.2010)

Klicke auf das Bild, dann siehst du die Noten und kannst „Alle meine Entchen“ nachspielen. (Grafik: dpa)

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