Stefan Bachmann ist Theater-Intendant

Stefan Bachmann hat gut zu tun. Er ist Intendant. Er leitet ein großes Theater in Köln. (Foto: dpa)
Stefan Bachmann hat gut zu tun. Er ist Intendant. Er leitet ein großes Theater in Köln. (Foto: dpa)

Mit Schauspielern sprechen, zu Sitzungen gehen, Theater-Proben leiten, Techniker treffen… Puh! Stefan Bachmann hat gut zu tun. Er ist Intendant. Er leitet ein großes Theater in Köln.

Das "Schauspiel Köln" ist ein großes Theater. (Foto: dpa)

Das „Schauspiel Köln“ ist ein großes Theater. (Foto: dpa)

Morgens düst Stefan Bachmann am liebsten mit dem Fahrrad zur Arbeit. Sein Büro ist in einem großen Gebäude in Köln. Der 48-Jährige arbeitet als Intendant. „Ein Intendant leitet ein Theater“, erklärt er. Stefan Bachmann ist der Leiter des großen Stadttheaters von Köln.

Welche Stücke sollen am Theater gespielt werden?

Ein Intendant hat verschiedene Aufgaben. Stefan Bachmann stellt zum Beispiel Schauspieler und andere Mitarbeiter ein. Außerdem entscheidet er, welche Stücke am Theater gespielt werden sollen.

Bei dieser Entscheidung ist er sehr frei. Das heißt, er kann fast alles machen, was er will. „Ich könnte zum Beispiel sagen, es gibt nur Komödien“, sagt er. „Aber das wäre nicht sinnvoll.“ Denn dann würden nur die Leute ins Theater gehen, denen Komödien gefallen. Komödien sind besonders heitere Theaterstücke. Leute, die lieber ernste Theaterstücke schauen, würden wahrscheinlich nicht kommen.

Stefan Bachmann will unterschiedliche Stücke zeigen

Um so viele Menschen wie möglich anzusprechen, versucht Stefan Bachmann deshalb, unterschiedliche Stücke zu zeigen. Zum Beispiel lustige Komödien und ernste Dramen. Und sehr alte und ganz moderne Geschichten, einige Stücke für Kinder und ein paar für Erwachsene.

Stefan Bachmann überlegt sich als Regisseur auch, wie ein Theaterstück auf der Bühne aussehen soll. (Foto: dpa)

Stefan Bachmann überlegt sich als Regisseur auch, wie ein Theaterstück auf der Bühne aussehen soll. (Foto: dpa)

Stefan Bachmann hat natürlich schon ganz viele Stücke gesehen – und auch an vielen mitgearbeitet. Von all diesen Stücken gefällt ihm eines besonders gut: „Mein allerliebstes Stück ist „Der seidene Schuh“ von Paul Claudel“, sagt er. „Das ist eine sehr märchenhafte Erzählung und eine ganz tolle Liebesgeschichte.“

Das Stück ist in vier Teile gegliedert. Eigentlich ist es sehr lang. So lang, dass es an vier Abenden gezeigt werden kann. Pro Abend gibt es einen Teil. Doch als Stefan Bachmann das Stück vor einigen Jahren als Regisseur anleitete, wollte er alle vier Teile an einem Stück zeigen. „Meine Version hat acht Stunden gedauert. Das Stück fing am Nachmittag an und ging in die tiefe Nacht hinein“, erzählt er. Es sei ein richtiger Theater-Marathon gewesen.

Schon als Kind das Theater gemocht

Stefan Bachmann hat sich schon als Kind sehr fürs Theater interessiert. „Als ich zwölf Jahre alt war, hat mich mein Papa in mein erstes richtiges Theaterstück mitgenommen“, erzählt er. Es war das Stück „Ein Sommernachtstraum“ vom berühmten Autor William Shakespeare. „Ich weiß noch, dass ich total begeistert war.“

Vorher als Regisseur gearbeitet

Später machte Stefan Bachmann bei Theater-Gruppen mit. Und als junger Mann studierte er und arbeitete dann lange als Regisseur. Das ist jemand, der sich überlegt, wie ein Theaterstück auf der Bühne aussehen soll. Seit anderthalb Jahren ist Stefan Bachmann nun Regisseur und Intendant in Köln.

Manche Sachen nerven ihn an seiner Arbeit als Intendant. Zum Beispiel, dass er manchmal sehr viel zu tun hat und oft auch abends unterwegs ist. „Das ist für meine Familie schwierig, vor allem für meine Kinder.“ Die meiste Zeit macht Stefan Bachmann seine Arbeit aber großen Spaß. „Es ist ein sehr abwechslungsreicher und ein sehr kreativer Beruf.“ Das sei schön, findet er.

Von dpa

KINA - Berufe am Theater

Berufe am Theater

Der allerwichtigste Beruf am Theater ist der des Schauspielers, findet der Theaterleiter Stefan Bachmann. Denn der Schauspieler sei derjenige, den die Zuschauer auf der sehen.

Es gibt aber noch viele andere wichtige Leute, die an einer Aufführung mitarbeiten:

TEXT: Die Grundlage für jedes Theaterstück ist ein Text. Darin steht, was in dem Stück passieren soll. Also zum Beispiel, was die einzelnen Personen auf der Bühne zueinander sagen. Dieser Text wird vom Theaterautor geschrieben.

REGIE: Der Regisseur entscheidet, auf welche Art und Weise das Theaterstück gezeigt werden soll. Das heißt, er überlegt sich zum Beispiel, welche Szenen es geben soll. Und ob der Text für das Theaterstück verändert werden soll. «Der Regisseur ist auch derjenige, der mit den Schauspielern zusammen das Stück einstudiert», erklärt Theaterleiter Stefan Bachmann.

BÜHNE UND KOSTÜME: Für jedes Theaterstück gibt es einen Bühnenbildner. Er sagt, wie die Bühne aussehen soll, also etwa, welche Dekorationen es geben soll. Außerdem gibt es einen Kostümbildner, der sich überlegt, was die Schauspieler anziehen.

LICHT UND TON: Um das Licht im Theater kümmert sich der Beleuchter. „Er weiß ganz genau, welche Scheinwerfer er anmachen muss, um verschiedene Effekte zu erreiche“, sagt Stefan Bachmann. Der Experte für die Töne, Geräusche und Musik während einer Theater-Aufführung heißt Tonmeister.

Von dpa