Ruthenbeck im Kinder-Interview: Wie tröstet man die FC-Spieler?

Stefan Ruthenbeck war sehr geduldig bei den Interviews der Kinder - er ist selbst Papa, vielleicht deshalb? (Foto: Bopp)
Stefan Ruthenbeck war sehr geduldig bei den Interviews der Kinder - er ist selbst Papa, vielleicht deshalb? (Foto: Bopp)

Was macht ein FC-Spieler, wenn er während des Spiels mal auf Klo muss? Was dürfen die Spieler essen? Welche Kicker würde FC-Trainer Stefan Ruthenbeck nach Köln holen? Wollte er immer schon Trainer werden? Und – diese Frage musste nach dem verlorenen Spiel gegen Berlin kommen: „Wie heitert man die Spieler nach einer Niederlage auf?“.

Stefan Ruthenbeck beantwortete rund 40 Fragen. (Foto: Bopp)

Stefan Ruthenbeck beantwortete rund 40 Fragen. (Foto: Bopp)

Rund 40 Fragen beantwortete der Trainer des 1. FC Köln bei einer besonderen Kinder-Pressekonferenz. Dazu hatten der Verein und der FC-Kidsclub ins „Deutsche Sport & Olympia Museum“ eingeladen. Schulklassen konnten sich mit Fragen dafür bewerben.

Fünf Schulen waren dabei

Gestern waren dann fünf Schulen dabei: Die Astrid-Lindgren-Grundschule aus Ehrenfeld, die Montessori-Schule am Stadtgarten, die Clarenhofschule aus Weiden, die GGS Heideschule aus Wahnheide und die KGS Erlenweg aus Bickendorf.

Ruthenbeck blieb geduldig

Ja, und, was sagt Ruthenbeck seinen Spielern nun nach einem verlorenen Spiel? „Wir reden viel mit den Jungs, sagen, dass Niederlagen dazugehören und dass es beim nächsten Mal besser wird“, erklärte der Trainer. „Das ist so ähnlich, wie wenn ihr eine schlechte Note schreibt.“

Auf alle Fragen antwortete Ruthenbeck (45), der selbst zwei Töchter hat, ganz geduldig. So verriet er zum Beispiel, dass er Messi und Ronaldo gerne in seiner Mannschaft hätte. Dass er gerne Lehrer geworden wäre. Dass die Spieler oft Nudeln und Gemüse zu essen bekommen – und, dass Cola streng verboten ist. Und dass es noch nie vorgekommen sei, dass ein Spieler während des Spiels zur Toilette musste. „Aber in der Halbzeitpause, da stürzen dann alle hin“, erzählte er.

Alle Kinder waren wahnsinnig stolz, dass sie dabei waren. (Foto: Bopp)

Alle Kinder waren wahnsinnig stolz, dass sie dabei waren. (Foto: Bopp)

Und dann wollte Ali noch wissen, was am FC so toll sei. „Die Fans“, antwortete Ruthenbeck, der als Junge selbst FC-Fan war. „Die unterstützen uns in allen Situationen und sind immer positiv. Das ist was Besonderes, das es sonst so nicht in der Bundesliga gibt.“ Unterstützung, die der Tabellenletzte mehr denn je braucht.

VON ANGELA SOMMERSBERG

 

MILA (9)

Es war toll, dass Stefan Ruthenbeck alle Fragen beantwortet hat. Ich habe die Toiletten-Frage gestellt, die ist mir einfach so eingefallen. Ich fand ihn sehr sympathisch. Als FC-Fan finde ich es natürlich traurig, dass der FC wohl absteigt. Aber ich bin froh, dass der Verein nicht aufgibt.

 

 

LIO (7)

Mich hat überrascht, dass die Spieler so oft Nudeln essen. Ich bin ein großer FC-Fan und war diese Saison schon zweimal im Stadion. Dass der FC vermutlich absteigt und dann so viele Spieler gehen, macht mich traurig. Dagegen hilft nur, dass ich weiß, dass Köln wieder aufsteigen wird.

 

 

VICTOR (9)

Es hat mich überrascht, dass Ruthenbeck schon seit 16 Jahren Trainer ist. Am spannendsten war, wie es sich für ihn anfühlt, Trainer zu sein. Ich kicke selbst in einem Verein in Hürth. Am Fußball gefällt mir, dass man im Team spielt und nicht alleine.

 

 

MARC (9)

Es hat mir Spaß gemacht, mir Fragen auszudenken. Ich habe Ruthenbeck gefragt, ob er noch eine andere Sportart machen würde – und da meinte er: Schwimmen. Am FC gefällt mir genau das, was der Trainer gesagt hat: dass die Fans immer da sind. Auch ich bleibe auf jeden Fall Fan!

 

 

ALEKSANDRA (10)

Es ist toll, dass es so eine Pressekonferenz für Kinder gibt. Am spannendsten fand ich, dass Stefan Ruthenbeck erzählt hat, dass er in seiner Freizeit gerne Musik hört. Ich mag Fußball und spiele auch selbst – aber ich finde es irgendwie langweilig, das im Fernsehen anzugucken.

 

 

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