Kölner Polizei muss Antworten liefern

Kölner Polizei muss Antworten liefern
Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses haben sich die Gegend um den Dom schon genau angeguckt. (Foto: dpa)

In der Silvesternacht in Köln ist vieles schief gelaufen: Männer haben viele Menschen ausgeraubt und Frauen gegen ihren Willen angefasst. Inzwischen haben mehr als 1000 Opfer eine Anzeige bei der Polizei gestellt. Weil die Polizei und auch die Politik dabei Fehler gemacht haben, gibt es einen Untersuchungsausschuss.

Der Untersuchungsausschuss ermittelt ganz ähnlich wie die Polizei: Sie untersuchen, was in der Silvesternacht genau passiert ist – und wer wann wovon wusste. Wer hat Fehler gemacht? Wer hätte schneller reagieren müssen? Auf solche Fragen möchten die Mitglieder des Untersuchungsausschusses die richtigen Antworten finden. Dafür dürfen sie auch Zeugen einladen, die sie dann befragen.

An diesem Freitag sagen Polizisten vor dem Untersuchungsausschuss zur Silvesternacht aus. Denn die Polizei hat in der Nacht einige Fehler gemacht. Davon hat sie auch schon welche zugegeben. Sie hat zum Beispiel nach der Silvesternacht erst mal bekanntgegeben, dass es in der Nacht fast keine Probleme gab. Das war aber natürlich vollkommen falsch!

Vor dem Untersuchungsausschuss müssen jetzt Einsatzleiter der Polizei erklären, warum sie die Übergriffe nicht verhindert haben. Außerdem will der Ausschuss wissen, wie viele Polizisten in der Nacht genau im Einsatz waren – und warum keine Verstärkung angefordert wurde.

Von Annika Leister

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