Keine Kinderarbeit!

Keine Kinderarbeit!
Auch heute leben Kinder wie Sklaven: Ein indischer Junge in Nepal schleppt Ziegelsteine. (Foto: dpa)

Das Thema des Weltkindertags in diesem Jahr ist: „Kindern eine Stimme geben“. Deswegen haben wir unsere sechs Kinderreporter gefragt: Was nervt euch in Deutschland oder in eurer Stadt? Was würdet ihr gern ändern? Ihre Antworten zeigen wir euch ab heute bis zur Bundestagswahl am Wochenende, jeden Tag eine. Heute erklärt Lennart, warum er sich mehr Gerechtigkeit wünscht.

Lennart (9) (Foto: Goyert)

In Gummersbach, wo ich wohne, gibt es zum Weltkindertag jedes Jahr ein großes Fest. Es gibt dort viele Buden, wo man Spiele machen und etwas gewinnen kann. Außerdem sind dort immer ein Karussell, ein Trampolin und viele Hüpfburgen. Dann gibt es noch einen „Orka-Tunnel“, darauf freue ich mich besonders.

Woanders auf der Welt kennen Kinder so etwas nicht. Was machen sie wohl am Weltkindertag? Sie arbeiten in Minen und schieben Wagen, die etwa mit Erz gefüllt sind oder arbeiten in Fabriken. In armen Gegenden kramen Kinder in großen Abfallbergen, um dort etwas zu finden, was sie essen oder verkaufen können.

Was wir gegen Krieg und Kinderarbeit tun können

Viele Kinder haben kein sauberes Wasser und müssen Regenwasser zum Trinken und Hände waschen nehmen. In armen Ländern werden nicht alle Kinder satt, manche müssen sogar verhungern. Kinder – dazu gehören auch viele Flüchtlinge bei uns – müssen auf engem Raum, vielleicht sogar ohne Dach über dem Kopf leben. In manchen Ländern schlafen sie auf hartem Steinboden, haben kein Bett und noch nicht einmal einen Schlafsack. Viele Kinder müssen im Krieg leben und können nie ohne Angst auf die Straße gehen. Aber wir können etwas tun!

Erwachsene und auch Kinder sollten darauf achten, dass sie keine Sachen kaufen, die durch Kinderarbeit gemacht wurden. Außerdem sollte man auch nicht so viel billiges Spielzeug kaufen, das sowieso sofort kaputtgeht. Das Geld, das gebraucht wird, um solche Dinge herzustellen, kann man lieber an arme Länder spenden. Und besonders wichtig: Erwachsene sollten keine Kriege anfangen, das führt nämlich erst dazu, dass Kinder und ihre Familien so arm werden. Und außerdem könnten reiche Regionen den armen Ländern mal etwas abgeben – zum Beispiel die USA, Europa und Japan.

Von unserem Kinderreporter Lennart

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