Blubbern, klatschen, schnaufen

Blubbern, klatschen, schnaufen
Junge und Ältere singen gemeinsam. So soll es auch beim Kinder-Weihnachts-Mitsingkonzert am 7. Dezember sein. (Fotos: Neumann)

In  der  Troisdorfer Johanneskirche geht es drunter und drüber. Eltern bringen ihre Kinder, es ist  Probenzeit für die Mitglieder der Kinderkantorei. Milena ist die Erste. Die Achtjährige strahlt über das ganze Gesicht. „Milena ist erst zum zweiten Mal da“, sagt Chorleiterin Brigitte Rauscher, die gleich die Probe leiten wird.

Milena  geht in die zweite Klasse der Grundschule Schloßstraße. „Ich kann malen, Hausaufgaben machen und singen. Alles gleichzeitig“, sprudelt sie hervor. Auch auf dem Weg zur Schule singt Milena,  und zu Hause hat sie ein Keyboard, und bald bekommt sie Gitarrenunterricht. „Aber mein größter Traum war es immer, in einem Chor zu singen. Für den Schulchor bin ich noch zu klein, aber jetzt singe ich bei Frau Rauscher, die ist so nett.“

Probe für den großen Auftritt

Schon strömen weitere Kinder in die Kirche, auch Timon, Matthias und Benedikt, alle acht Jahre alt. „Es macht Spaß, mit den anderen zusammen zu singen“, sagt Benedikt. „Ich habe den Flyer über den Chor von Frau Rauscher gesehen und wollte unbedingt mitmachen.“ Normalerweise üben Jungs und Mädchen getrennt. Aber heute singen  alle gemeinsam, und auch erwachsene Sänger sind dabei. Mitglieder des Experimentalchores Alte Stimmen üben heute mit den Kindern für den Auftritt im Kölner studio dumont.

Nach einigen Erwachsenen-Konzerten, die die Troisdorfer Kantorin Brigitte Rauscher schon mit ihren Sängern im studio dumont bestritten hat, sind diesmal auch die Nachwuchssänger mit von der Partie. „Das Konzert richtet sich diesmal ausdrücklich an die ganze Familie“, betont Rauscher. Das Publikum ist, wie immer, zum Mitsingen aufgefordert, darf sich bei einigen Stücken aber auch schweigend und genießend einfach zurücklehnen.

Es weihnachtet im Kinderchor

Auf dem Programm stehen   natürlich Weihnachtslieder. „Die singe ich  am liebsten, denn ich freu mich schon auf Weihnachten“, sagt Timon. „Und bei manchen Liedern dürfen die Leute auch mitsingen.“ Aber welche das sind, verrät er noch nicht.

Benedikts Lieblingslied ist jedenfalls schon jetzt das Gloria von Antonio Vivaldi. Geprobt wird eine ganz besondere Version des Kirchenlied-Klassikers. Denn einfach nur singen, das ist  Brigitte Rauschers Sache nicht – experimentieren und improvisieren mit ganzem Körpereinsatz, das gehört bei ihren Chor-Choreographien einfach dazu.

Beim Einsingen wird  geblubbert, geschnauft, geklatscht. Und dann wird’s ernst: Ab auf die Bühne zur Generalprobe.

Das Konzert findet statt am Sonntag, 7. Dezember, 15 Uhr (Einlass 14.30 Uhr), im studio dumont (im Dumont-Carré), Breite Straße 72, 50667 Köln. Der Eintritt kostet 7,50 Euro, Anti-Diät-Club-Mitglieder zahlen 5 Euro, Karten gibt es nur vor Ort!

 

Wir haben die Chorkinder gefragt: Warum machst du gern Musik?

Paula

Paula

Paula, 11:
„Ich singe schon seit ich in der ersten Klasse war. Zum Glück habe ich auch jetzt in der fünften noch Zeit für den Chor, Singen ist einfach mein Hobby.“

 

 

 

 

 

 

Timon

Timon

Timon, 8:
„Ich freue mich total auf Weihnachten. Deshalb  singe ich auch am liebsten Weihnachtslieder.  Musik und Mathe sind meine Lieblingsfächer.“

 

 

 

 

 

 

Milena

Milena

Milena, 8:
„Mein Traum war immer, in einem Chor zu singen. Jetzt bin ich seit kurzem hier in der Kinderkantorei. Ich singe aber auch zu Hause und auf dem Schulweg.“

 

 

 

 

 

 

Von Lioba Lepping