Was berät die AfD in Köln?

Was berät die AfD in Köln?
Viele Abstimmungen an diesem Wochenende: Parteichefin Frauke Petry (rechts) und Jörg Meuthen, Bundesvorsitzender (Foto: dpa)

Die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) hält an diesem Samstag und Sonntag ihren Parteitag in Köln ab. Das bedeutet: Alle Mitglieder der Partei versammeln sich und stimmen darüber ab, wie es mit der AfD weitergehen soll, welche Themen ihr wichtig sind und welche Standpunkte sie vertreten will.

Die AfD steht dabei unter besonderer Beobachtung. Denn sie ist eine noch junge Partei und vertritt kritische Punkte, zum Beispiel gegenüber Ausländern und Einwanderung. Worüber diskutiert die AfD an diesem Wochenende?

Das Wahlprogramm

Die Partei hat entschieden, welche Themen ihr in der Bundestagswahl besonders wichtig sind. Dazu gehört auch der Umgang mit Flüchtlingen. Die AfD will zum Beispiel nicht, dass die Familien von Flüchtlingen, die alleine hergekommen sind, auch nach Deutschland reisen und hier bleiben dürfen. Außerdem will sie eine Zahl von Flüchtlingen festlegen, die jedes Jahr aus Deutschland in ihre Heimat abgeschoben werden.

Das Spitzenteam

Eine der wichtigsten Fragen ist, wer im Bundestagswahlkampf für die AfD eine Führungsrolle übernehmen soll. Viele dachten an die Parteichefin Frauke Petry. Aber die hatte vor einigen Tagen überraschend erklärt, sie stehe nicht für eine Spitzenkandidatur bereit. Jetzt müssen ihre Kollegen übernehmen. Petrys Stellvertreter Alexander Gauland und Alice Weidel, eine AfD-Frau aus Süddeutschland, sollen die Rolle jetzt übernehmen.

Der Kurs

Parteichefin Frauke Petry wollte über die Ausrichtung der AfD diskutieren. Sie sprach sich für weniger Fremdenhass und extreme Parolen zum Beispiel gegen Flüchtlinge aus. Über diese Ideen wollte sie abstimmen lassen. Aber: Ihre Parteikollegen hielten wenig davon. Sie wollten überhaupt nicht über Petrys Ideen sprechen und nahmen sie nicht ins Programm für dieses Wochenende mit auf.

Von ann