Bütt

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Büttenredner sind witzig - aber auch kritisch. (Foto: dpa)

Bütt ist der kölsche Begriff für ein Fass oder einen Bottich zum Wäschewaschen. Früher stand bei Karnevalssitzungen ein Fass oder eine Tonne auf der Bühne. In die stellten sich die Redner hinein, die Witze machten. Daher kommt auch der Begriff „Büttenredner“.

So sieht die Bütt nur noch selten aus. (Foto: dpa)

So sieht die Bütt nur noch selten aus. (Foto: dpa)

Auch heute noch nennt man das Rednerpult „Bütt“. Nur noch selten sieht es aber wie ein Fass aus. Oft ist es einfach ein Pult. Die Menschen, die dahinter stehen, machen sich über Politiker oder andere berühmte Menschen lustig. Ihre Texte reimen sich in der Regel und sind auf Mundart geschrieben, zum Beispiel in Kölsch.

Lachen und nachdenken

Manche Büttenredner zeigen mit ihren Witzen auch, was falsch läuft in unserer Gesellschaft. Sie bringen uns zum Lachen – aber auch zum Nachdenken. Das ist ganz schön schwierig. Es gibt aber inzwischen viele verschiedene Arten von Büttenredner: Zum Beispiel Witzereißer, Musiker und Bauchredner.

Einige Büttenredner sind sogar richtig berühmt. Die Sitzungen, auf denen sie auftreten, werden schließlich auch im Fernsehen übertragen. Deswegen kennen sie nicht nur die Menschen in ihrer Stadt – sondern manchmal das ganze Land. Sie alle haben witzige Bühnennamen. Dahinter verbirgt sich eine Rolle. In die Rolle schlüpfen die Redner, bevor sie in die Bütt steigen.

Kölner Stars in der Bütt

Fritz Schopps zum Beispiel ist als „Et Rumpelstielzje“ aufgetreten. Er hat sich also als Rumpelstilzchen aus dem gleichnamigen Märchen verkleidet. Hans Bols war „Et Botterblömche“ und hatte auf der Bühne immer eine Blume mit dabei. Und Hans Hachenberg stellte sich als „De Doof Noß“ besonders dumm. Sie alle waren in Köln wahre Stars in der Bütt.

Von kst, dpa, ann

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