Haustier-Serie: Allgemein

Haustier-Serie: Allgemein
Hund, Katze, Papagei - Welches Haustier ist das richtige für dich? (Bild: Fotolia)

Das richtige Haustier für dich – Zum Start unserer neuen Serie haben wir eine Tierschutzlehrerin begleitet

Tierschutzlehrerin Tina Giebing ist oft zu Besuch in Schulen (Bild: Dörte Boxberg).

Tierschutzlehrerin Tina Giebing ist oft zu Besuch in Schulen (Bild: Dörte Boxberg).

Mit neun Jahren schon ein Diplom bekommen? Ja, ein Tierfreund-Diplom. Im Rahmen des kostenlosen Tierschutzunterrichts „Liebe fürs Leben“ ist Tina Giebing zu Besuch in Grundschulen – Wir begleiten sie in die vierte Klasse der GGS Von-Bodelschwingh-Straße. Neben den Diplomen hat sie noch ihre Kuscheltiere mitgebracht: den Hund Keks und die Katze Socke. Mit deren Hilfe sollen die Schüler lernen, wie man Tiere richtig hält. Das ist wichtig, wenn man ein Haustier anschaffen möchte oder schon eins hat.

Die Familie als Rudel

Viele Kinder und auch Erwachsene haben zum Beispiel einen Hund und wissen gar nicht, wie man richtig mit ihm umgehen soll und was man beachten muss.
Die Kinder lernen im Tierschutzunterricht auch etwas über Wildtiere, also die Vorfahren der Haustiere. Hunde stammen ursprünglich vom Wolf ab, und Wölfe leben in Rudeln, also in familienartigen Gruppen von sechs bis acht Tieren. Dort gibt es immer einen Anführer. Hunde wiederum sehen ihre Familie als Rudel an, und auch dort muss es einen Anführer geben. In Familien kann zum Beispiel der Vater der Anführer sein.

Hunde und Katzen sind Raubtiere

Einige Hunderassen sind den Wölfen noch sehr ähnlich. Huskys zum Beispiel. „Wölfe laufen jeden Tag fast 25 Kilometer durch ihr Revier“, erzählt Frau Giebing, „Und auch Huskys brauchen sehr viel Bewegung, viel mehr als zum Beispiel ein Mops.“ Manche Hunde haben, genau wie Wölfe, einen ausgeprägten Jagdtrieb. Deswegen darf man einen Hund nicht mit anderen Haustieren alleinlassen, sonst kann schnell ein Unfall passieren. Das gilt auch für Katzen und andere Raubtiere.
Frau Giebing war letztes Jahr schon einmal in der Klasse. Damals haben die Kinder schon viel über Haustiere gelernt, zum Beispiel über die verschiedenen Bedürfnisse von Hund, Katze und Kaninchen. Jetzt wissen sie auch, was sie tun sollen, wenn ein Hund schnell auf sie zuläuft. Es ist wichtig, Kindern zu erklären, dass man den Tieren nicht wehtun darf, sagt die Tierschutzlehrerin. „Man sagt laut Nein!, das versteht jedes Tier.“

Zum Schluss des Unterrichts dürfen die Schüler noch erzählen, was sie selbst mit Haustieren erlebt haben. „Ich habe schon mal einen Hund, der hatte gar keinen Schwanz mehr“, erzählt ein Junge. Das sei ganz schrecklich für die Tiere, sagt Frau Giebing. „Hunde kommunizieren mit ihrem Schwanz. Ohne ihn können sie sich nicht mehr ausdrücken.“ Am Ende des Unterrichts bekommen die Viertklässler dann endlich ihr Diplom. Sie sind jetzt alle ganz offiziell „Tierfreunde“.

Von Sophie Creitz

 

zur Folge 2 der Serie >