Olé – Spanien

Olé – Spanien
Eine Flamenco-Tänzerin bei der Eröffnung der Feria del Corpus (Fronleichnamsfest) in Granada, Spanien. Foto: Europa Press/Europa Press/dpa

Sonne, Strand und Meer: Spanien ist ein Urlaubsland, in das viele Leute jedes Jahr reisen. Sie wollen das sonnige Wetter genießen, genauso wie das warme Mittelmeer oder die raue Atlantikküste.

Die Kanareninsel La Gomera. Foto: Manuel Meyer/dpa-tmn

Viele Inseln

Neben dem Festland können die Urlauber in Spanien viele Inseln entdecken. Elf größere Inseln gehören zu Spanien, sieben davon zählen zu den Kanaren, zum Beispiel Fuerteventura oder Teneriffa – hier gibt es sogar Vulkane. Vier Inseln gehören zu den Balearen, dazu gehört zum Beispiel auch Mallorca. Zusätzlich gibt es noch eine Vielzahl an kleineren Inseln, auf denen entweder gar keine oder nur sehr wenige Menschen leben. Ein Beispiel ist die Petersilieninsel. Sie liegt vor Marokko, das auch Anspruch auf die felsige Insel erhebt. Deshalb streiten sich die zwei Länder immer mal wieder um die winzige Insel, auf der niemand lebt – bis auf einige Ziegen, die dort manchmal weiden. Vom Süden Spaniens bist du sowieso sehr schnell in Afrika – eine Fahrt mit der Fähre nach Marokko, das auf dem afrikanischen Kontinent liegt, dauert nur 35 Minuten. Spanien ist damit das EU-Land, das Afrika am nächsten liegt.

Geld mit Löchern

Insgesamt ist Spanien rund 505.900 km2 groß und damit 1,4 Mal größer als Deutschland. Dafür leben in Spanien aber nur 46,3 Millionen Menschen – in Deutschland leben 82 Millionen. Mitglied der Europäischen Union (EU) ist Spanien schon ziemlich lange, seit 1986. Damals gab es den Euro noch nicht. Früher haben die Menschen in Spanien mit den sogenannten Peseten bezahlt. Eine Münze der früheren Währung war ziemlich lustig: Die 25-Peseten-Münze hatte ein Loch in der Mitte.

Das Skigebiet von Boí Taüll. Foto: Manuel Meyer

Ski fahren im Sommerparadies

In Spanien kannst du aber nicht nur Strandurlaub machen. In dem Land, das auf der sogenannten iberischen Halbinsel liegt, gibt es auch einige Berge – vor allem im Norden. Sie liegen im Gebiet der „Pyrenäen“, eine Bergkette, die die Grenze zu Frankreich bildet. Dort kannst du sogar Ski fahren!

In Valencia gibt es viele Paella-Restaurants. Foto: Turismo Valencia

Kleine oder große Speisen

Wenn du dann ganz ausgepowert bist – entweder vom Ski fahren oder vom Sonnenbaden – kannst du in Spanien sehr gut essen. Hast du vielleicht schon Paella probiert? Oder Tapas? Das sind typische spanische Spezialitäten. Paella besteht aus Reis, Fleisch oder Fisch und Gemüse. Das Gericht wird in einer großen Pfanne zubereitet. Tapas sind hingegen kleine Leckerbissen: Chorizo (scharfe Wurst), Tortilla (Kartoffelomelette) oder Oliven werden in kleinen Schalen serviert und gerne mit anderen Leuten geteilt.

Ein Tänzer bereitet seine Kastagnetten anlässlich der traditionellen „Danza de Los Zancos“ (Stelzentanz) vor. Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa

Klappern und tanzen

Wenn du anschließend noch Lust hast, kannst du zum Beispiel „Flamenco“ tanzen gehen. Das ist ein traditioneller spanischer Tanz. Dazu gehört ein besonderer Gesang und ein Gitarrenspiel. Manchmal begleiten Künstler den Tanz auch mit „Kastagnetten“. Das sind muschelähnliche Holzschalen, die man aneinander klappert.

Blick vom Tibidabo über Barcelona. Foto: Guo Qiuda/XinHua/dpa

Ärger in Katalonien

Vielleicht hast du über Spanien in den letzten Monaten auch manchmal in den Nachrichten gehört. In einer Region des Landes, in Katalonien, gab es nämlich große Proteste. Viele Menschen, die in Katalonien leben, wollen nämlich, dass ihre Region unabhängig von Spanien wird. Sie sind unzufrieden mit der Politik, die die Regierung betreibt und die Leute wollen ihre eigenen Entscheidungen treffen. Übrigens: In Katalonien sprechen die Menschen „Katalanisch“. Diese Sprache ist dem Spanischen ähnlich, aber eben doch ein bisschen anders.

Felipe VI. (l), König von Spanien, und seine Frau Letizia Foto: Manu Reino/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Ein König für Spanien

In Spanien gibt es heute immer noch einen König. Er heißt Felipe VI. („der Sechste“ ausgesprochen) und ist seit 2014 im Amt. Felipe ist also das Staatsoberhaupt Spaniens. Er bestimmt auch über das Militär. Er ernennt den Regierungschef, der aber vom Parlament gewählt wird. Die nächsten Wahlen finden übrigens am 28. April statt. Der König muss auch Gesetze, die das Parlament macht, bestätigen. Ansonsten hat er nur repräsentative Aufgaben. Das heißt, er tritt bei Veranstaltungen auf oder hält Reden. Politische Entscheidungen trifft er nicht.

Steckbrief
Regierungschef: Pedro Sánchez
Staatsoberhaupt: König Felipe VI.
Größe: 505.900 km2
Einwohner: 46,3 Millionen
Hauptstadt: Madrid
Landessprache: Spanisch
Währung: Euro

Von Jennifer Wagner

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